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May 2012
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Praxisforum der Regionalentwicklung

Von: progressor

Vom 9. bis zum 19. August findet auf der Burg Insterburg ein Praxisforum der strategischen Regionalentwicklung statt. Die versammelten Ideenträger aus verschiedenen Städten Nordostpreußens, Vertreter der jeweiligen Stadtämter werden zusammen mit den Studenten der Architekturschule “ArchDepot” und unter fachkundiger Anleitung der Betreuer aus der “Progressor”-Gruppe (beides Partner des “insterJAHRes”) 10 umsetzungsreife Projekte ausarbeiten. Ihnen allen als Grundlage diene die Ortsgeschichte, eines der Hauptreichtümer der Region. Der Königsberger Agentur für Regionalentwicklung vorgelegt, streben die Projekte die Aufnahme in grenzübergreifende Kooperationsmaßnahmen an.

Die genannten 10 haben bereits die Vorrunde gemeistert; dort war ihre Eignung zur Initialzündung für weitere “Tochterprojekte” eines der Hauptkriterien: es ist des Forums erklärtes Ziel, der Entfaltung der Bürgeriniziativen, gemeinnütziger Projekte und auch der Gründung neuer Unternehmen zu dienen, so wie auch er im “insterJAHRe” seinen Anfang nahm — einer genauso bürgerlichen Iniziative zum Aufschließen des baulichen Erbes Insterburgs. In absehbarer Zeit sollten diese Projekte und Gründungen ein strategisches Niveau erreichen und den angedachten Rahmenwerk in eine sprießende Regionalentwicklungslinie verwandeln. Eine, die auf unmittelbaren Interessen der Bürgergesellschaften ruht und abstraktem Weltverbesserertum Bestrebungen echter Bewohner Nordostpreußens vorzieht (more…)

Buntes kommt wieder

Von: Administrator

Die ersten Kontakte zwischen dem “insterJAHR” und den “Keimfarben” geschahen bereits im November 2010 bei der Leipziger “Denkmal”-Messe: die einen stellten ihre gewohnt brillianten Fassadenfarben aus, seit 1878 nach Keimschen Rezept in bayrischen Diedorf hergestellt, die anderen hatten die ersten Arbeiten an der “Bunten Reihe” zu zeigen. Auch im Jahre 1912, dem Geburtsjahr des “Bunten Bauens” gab es die Keimschen Mineralfarben schon, und erst recht 1921, als Scharoun mit seinen Häusern zur Tat schritt: da war die Vermutung naheliegend, sie wären auch an den farbenfrohen Fassaden der heutigen Elevatorenstraße mit von der Partie. Hinter der Vermutung war ein handfestes Interesse: wo die Architektenangaben, die bauzeitlichen Erinnerungen oder Farbaufnahmen nicht auffindbar (wohl wisse man, daß es jene gab, doch wo?), wo nichteinmal die Lieferbelege für Pigmente und Bindemittel vorhanden — wie anders an die ursprünglichen Farbwerte kommen?
Zumeist bestellen die Handwerker ihr Farbvorrat, von den etwaigen Architekten gänzlich unabhängig, später mischt sich der Bewohner in die Bepinselung seiner vier Wände ein, wie der Zeitgeschmack gerade ausfalle — schon ist der Originalanstrich passé. Auch zu Insterburg wäre es so ergangen, doch reichte hierfür nicht die Zeit; zu Tschernjachowsk war es der allgemeine Materialmangel, der den Neuanstrich verhinterte — schon reiht sich die Stadt in die seltenen Beispiele ein, wo ein 90-jähriger Verputz mit Originalanstrich noch vorhanden.
Die “Keimfarben” nahmen es auf sich, die inzwischen verblaßten Pigmente und Bindemittel zu untersuchen: zu Jahresbeginn ging das Laboratorium Dr. Rupp ans Werk. (more…)

Weiter wird gearbeitet

Von: progressor

Vom 3. bis zum 6. Juni besuchte Georg Saborskij die Stadt Insterburg, seines Zeichens Konsulent der «Progressor»-Gruppe, und bereitete auf der Burg Insterburg das für August 2011 geplante internationale Seminar für innovative Gebietsentwicklung und StartUp-Projekte vor. Aus der Fülle detailreicher Vorlagen wurden die Einsendungen Groß-Romintens, Gumbinnens, Insterburgs, Königsbergs und Tilsits zur weiteren Bearbeitung ausgewählt. Die Veranstaltung ist theoretisch wie praktisch gedacht, neben den Ideenvätern und Munizipalbehörden werden die Studenten des Minsker «ArchDepots» mit von der Partie sein: diese Schule, genauso wie die «Progressor»-Gruppe seit der «Lokalisierung»-Werkstatt des Vorjahres mit dem «insterJAHRe» verbunden, ist inzwischen zum festen Projektpartner geworden.
Bereits die ersten Schritte zur Umsetzung unseren öffentlich-amtlichen Vorhabens, von der Bürgerschaft und den Fachgruppen ausgedacht und den Stadt- wie Kreisbehörden unterstützt, ernteten unzweideutiges Interesse in Rußland und in der EU; des Sommers erwartet die Stadt Insterburg eine ansehnliche Truppe der Moskauer, Petersburger, Kasaner, Berliner, Münchner, Dorpater u.a. Experten, neuer Freunde und Mitstreiter bei der Umsetzung großer wie kleiner, doch stets sehr praktischer Vorhaben.
Die Logos neuer Projektpartner zieren bereits unsere Seiten.

Praktika gehen von Start!

Von: Administrator

Die erste Praktikantengruppe, kasaner Restaurateure des 4. und 5. Jahres der dortigen Bauuniversität, sind in der Stadt um die Erforschung des baulichen Erbes Insterburgs fortzusetzen. Die Anfänge in 2010 waren vielversprechend, nun gelte es, die Bunte Reihe abzurunden und neue Themen aufzuschließen, so u.A. den Rundschuppen und den Bismarckturm. Zu gegebener Zeit werden anderer Herren Länder (und derer Hochschulen) sich ihnen anschließen, heute begrüßen wir aber Albina Chajrullina, Gusel Gajnutdinowa, Anastassia Gorbunowa, Xenia Lwowa und Maria Sisikowa — hier vor den Mauern Georgenburgs abgebildet.

Von Insterburg nach Amsterdam

Von: Administrator

Fortsetzung des Reiseberichtes der Vorsitzenden der “Bunte Reihe”-Genossenschaft Frau Olga Iwanowna Sidorenko. Teil 2.


Amsterdam grüßte uns mit Schauerregen. Im Lichte der Nacht und der Werbelampen schien die Stadt irgendwie unwirklich, märchenhaft, mit all ihren eng aneinander gereihten Fassaden, die zum nächtlichen Himmel bizarre Zähne und Türmchen stemmten. Mich erinnerte dies sogleich an Hans Christian Andersen… doch zum Verweilen und Nachschauen hatten wir nicht die Zeit, wir konnten kaum Schritt halten mit unserem Leiter Dimitri Suchin. Er aber schulterte seine Tasche und ging geschwind zu unserem Ziele hin, dem “Merkur”-Hotel, wo “Stadherstel Amsterdam” uns logierte und wo eine heiße Dusche auf uns wartete.
“Merkur” liege ganz zentral, in einem rekonstruierten Altbau, sehr gemütlich, warm und sauber. In den Einzelzimmern die riesigen Doppelbetten und ganze Berge von Kissen; mein Zimmer hatte das Fenster in die schmale Straße und zum Haus gegenüber hin, zum greifen nahe. Von den Vorhängen keine Spur, statt ihrer gab es Holzjalousien.

Ganz nützlich der Hotelaufzug, ich fuhr ihn oft zu meinem dritten Stock hinauf. (more…)

Veranstaltungen

26.05.2012 10:00

Festival der Stile, «Epoche. Musik. Kostüm». Präsentationen der Hobbyvereine usw. auf der Burg Insterburg

01.06.2012 10:00

Kinderfest auf der Burg Insterburg

07.06.2012 10:00

Sommerpraxis des 5. Semesters der Architekturfakultät der Bauuniversität Kasan, Fachrichtung «Restaurierung und Erneuerung vom baulichen Erbe». Auf den Straßen und Plätzen der Stadt.

23.06.2012 10:00

Kinderspielfest «Die Märchenburg», für Kinder von 2 bis 102 Jahre. Auf der Burg Insterburg

25.06.2012 10:00

Heimatkundliche Jugendwanderung «Menschenschicksal - Landesschicksal», auf dem Gebiet der Provinz. Erforschung und Markierung der Wanderpfade; Erweiterung der Burgsammlung, Treffen mit den Urbewohnern, Vorstellungen.

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