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May 2012
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Zur bunten Taut-Fahne

Von: Administrator

Im Jahre 1912 legte der Berliner Bau- und Sparverein im fernen südöstlichen Vortort den Grundstein für eine Gartenstadtsiedlung, die an die 7000 seiner Mitglieder ein Dach über dem Kopf und Selbstversorgung sichern sollte. Gebaut wurde nur ein Bruchteil dessen, und doch etwas ganz Großes: Zuhause statt bloßer Behausung, neues Leben und nicht zuletzt neue Architektur ungeschmückter farbiger Wände — die “Tuschkastensiedlung” in Berlin-Falkenberg ist vorbildhaft als ein Beispiel gesellschaftlichen Wohnens und ein gebautes Manifest des Bunten Bauens, zu dem ihr Autor, der Architekt Bruno Taut, erst im Revolutionsjahr 1919 aufrief.

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Erstes Jahr

Von: Administrator

Mit der Sitzung der Geschichtskonferenz vom 10. Oktober 2010 ist das erste “insterJAHR” offiziell Geschichte.
Zeit und Anlaß also, Bilanzen zu ziehen, das Erreichte mit dem Geplanten abzugleichen und neue Pläne aufzustellen…
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“Beste junge Geister Europas gedenken, Insterburg ihr altes Antlitz zurückzugeben”

Von: Administrator

Die Abschlußreportage des Fernsehsenders «Rußland 1» blickt auf den SESAM-Treffen junger Architekten der Region als einen Vorgang mit Geschichte: erwähnt wird sowohl das Kolloquium zur Erhaltung der Baudenkmäler, als auch die Studenten aus Kasan. Der Bericht geizt nicht mit Superlativen:

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Gitter und Bürgersteige

Von: Administrator

Schon Benedikt Hotze, zu Gats beim Juni-Kolloquium, meinte, in keiner Stadt außer Insterburgs habe er bisher so tektonische Bürgersteig-Berschiebungen erlebt. Füße über Füße haben hier die Betonplatten in den Sand gestampft, jahrein-jahraus hebten sie die Bäume in ihrem ungestümen Wuchs: kein Wunder, daß die einst ebenen Pfade nun den MTB-Teststrecken ähneln, doch was tun? Solle man den einen die Beine und den anderen die Wurzeln ausschlagen?

Die Teilnehmer des “Beltine”-Kursus widmeten sich eingehend der Problematik und kamen an den beiden von ihnen gewählten Beispielstraßen, der Bahnhofstraße und der Kasernenstraße zu weitaus schonenderen Lösungen.

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Ein Tag im Leben des “Insterfestes”

Von: Administrator

Seine persönliche Eindrücke von “Insterfest-2010″ sendet der Königsberger Architekt und Gast unseres Kolloquiums Herr Oleg Wasütin. Auf seinem Burgbesuch begleiteten ihn Herr Eugen Umanski und Frau Ludmila Savodtchikowa. In anderen Worten, “zwei Kenner (zumindest in den eigenen Augen) und zwei Laien”.

Als wir am 24. Juli von Königsberg losfuhren, hätte man genausogut vom “loskraulen” sprechen können. Es goß in Strömen, Wasser überall, Bilder von der Sintflut rasten mir vor den Augen – und dann war das Unwetter genauso abrupt zu Ende, wie es begann. Ohne Zwischenfall kamen wir an, den Weg säumten die Reste der deutschen und der sowjetischen Zivilisation, Storchennester und unbestellte Felder. Schon sind wir in Insterburg, bald am Alten Markt, vorm Schloß, und beim III. Festival moderner Kunst.

Übervoll ist es nicht: gab es zu wenige Infos fürs Publikum? oder ist die moderne Kunst hier keinem von Belang? Man stolziert an den Ruinen vorbei und wartet… worauf? Dann plötzlich ein Biker-Überfallkommando, und alles bekomme sogleich einen Gesicht: schwarze Lederkluft und Schloß passen glücklich zusammen, muß man sagen!

Wlada Smirnowa sammelte uns alle unkündigen bei sich und führte uns and die Objekten. Langsam kam man in die Gänge, das intellektuelle Wiederkäuen allerlei Gedankenspiele begann:

Die Moskowiter “Kinder Iofans” und ihre Zeppelin-Anlegestelle für Luftschiffe erkannte niemand als solche, nur das Fernländische war offensichtlich.

Die “Radiowelle” der LES-Gruppe aus Rauschen sollte sich viellecht energischer vordrängeln, blieb aber ein Hintergrund für alles und jeden. Der “Ärztefall” hingegen kam, wurde aufgenommen und mehr als einmal erinnerte man sich seiner. Ganz großes Glück hatten wir mit der “Fontäne” St.Petersburger Bauart, bei unsrigem Wetter zumal: moderne Kunst erwies sich als überraschend funktional.

Packend die Mittelalter-Erotik in der Kälte der Keller-Verließe; beachtenswert die Präsentation der “Bunten Reihe” im Schloß: sehr harmonisch, aber viel zu bescheiden in der Aufmachung. Warum nur müßten sie sich auf die drei Schautafeln beschränken, warum nicht mehr?.. Wie die Studenten Materielles und Gesitiges in der Form präsentierten zeigte dennoch ein hohes Niveau.

Ermüdend endlose Hitlerbilder im Stall – ausdrucksvoll hingegen ein Frauengesicht mit Pflasterung, in der hintersten Ecke aufgehängt.

Zu Abend erklang das Gaze-Aquarium, zeitgenössische Musik mit Grillenchor und einer Sonderpartie vom Tageswetter – ein Sängerstreit zu Insterburg und ein Ende eines glücklich zu nennenden Tagesprogramms.

P.S. Sie haben eine Ausführung von den künstlerischen Qualitäten, von der Professionalität, der fachmännischen Organisation erwartet, doch Hand auds Herz: welchen Zuschauer interessieren sie? Für uns zählte die Stimmung, sie war beschwingt, unaufdringlich und unprätenziös: dies war die hiesige “Atmosphäre”.

Veranstaltungen

26.05.2012 10:00

Festival der Stile, «Epoche. Musik. Kostüm». Präsentationen der Hobbyvereine usw. auf der Burg Insterburg

01.06.2012 10:00

Kinderfest auf der Burg Insterburg

07.06.2012 10:00

Sommerpraxis des 5. Semesters der Architekturfakultät der Bauuniversität Kasan, Fachrichtung «Restaurierung und Erneuerung vom baulichen Erbe». Auf den Straßen und Plätzen der Stadt.

23.06.2012 10:00

Kinderspielfest «Die Märchenburg», für Kinder von 2 bis 102 Jahre. Auf der Burg Insterburg

25.06.2012 10:00

Heimatkundliche Jugendwanderung «Menschenschicksal - Landesschicksal», auf dem Gebiet der Provinz. Erforschung und Markierung der Wanderpfade; Erweiterung der Burgsammlung, Treffen mit den Urbewohnern, Vorstellungen.

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