Soziokulturelle Projekte auf der Burg Insterburg
Eine Übersicht der soziokulturellen Projekte auf der Gelände des Bundesdenkmales «Burg Insterburg» beschließt das Jahr 2011.
Die Unterschriften zu den eizelnen Tafeln nur auf Russisch.
Eine Übersicht der soziokulturellen Projekte auf der Gelände des Bundesdenkmales «Burg Insterburg» beschließt das Jahr 2011.
Die Unterschriften zu den eizelnen Tafeln nur auf Russisch.
Erläuterungen Professor Jürgen Wenzels zu den bei der Burgkonferenz am 10.10.2011 vorgestellten Arbeiten, in der überarbeiteten Fassung von 16.10.2011 und 13.11.2011.

J.Wenzel mit Frau und Mit-Urheberin N.Kunitzkaja, W.Wlassow und O.Sidorenko bei der Besprechung am Vorabend der Konferenz. Burg Insterburg, 9.10.2011
Im Sommer 2010 hatte Professor Czeczot in einem Vortrag im Tschernjachowsker Schloß eine wirtschaftsgeographische Unterscheidung zwischen einer „Peripherie“ und einer „Provinz“ vorgenommen. Er definierte: eine Peripherie hängt von einem Zentrum ab, das sie aussaugt, so dass sie stagniert. Eine Provinz dagegen entwickelt sich unabhängig von einem Zentrum durch die Nutzung ihrer endogenen Potentiale, durch ihren Naturreichtum, durch ihre Geschichte, ihre regionalen Traditionen und örtlichen Initiativen. 2010 hatte sich Tschernjachowsk entschlossen, nicht länger auf das ferne Moskau zu warten, sondern mit einem kreativen Experiment, dem InsterJAHR, begonnen. Ich hoffe, dass auch unsere diesjährige Arbeit zum Erfolg dieses Experiments beiträgt. (more…)
Welche Provinz Rußlands biete sich am ehesten für ein Deutsch-russisches Forschungs- und Innovationsjahr an? — zweifelsohne Ostpreußen. Und welche ist am wenigsten in seinen Kalendarien vertreten? — auch sie.
Eigentlich ein Unding.
“insterJAHR” war unter den Teilnehmern der ersten Stunde bei diesem länderübergreifenden Projekt. Die Landschaftsarbeiten des Jahres 2011, die München, Dorpat, Moskau, Darkehmen und St.Petersburg nach Insterburg brachten, waren bei der Anmeldung eines der nur zwei Provinzvorhaben des Deutsch-russischen Jahres. Womöglich werden sie bei der Wiederkehr im Frühling ihn auch abschließen — das Jahr laufe mit dem Kalender nicht überein, und ende erst im Mai.
Dann werde auch das Doppeljahr Deutschlands in Rußland und Rußlands in Deutschland angebrochen sein. Insterburg wird ihn “mit Spaten, Maurerkelle und Pinsel” begegnen.
(Bericht von Vitalij Chwalej und Alöna Emeljanowa im Sender “Rußland 1“)
Auf den “Prawo snat”-Seiten schreibt Sergej Nedosekin von der Abschlußkonferenz des “insterJAHRes”-2011. Er tat es bereits zum Abschluß des J-Forums; dem Leser sei überlassen, die Erwartungen mit dem Eingetroffenem abzugleichen. Wir beschränken uns auf ein Paar Notizen:
In kommender Zeit werden an die 60000 Bäume in Insterburg ewartet, gespendet von der Provinz. Weder ihre Größe, noch das Alter oder die Art, geschweige denn Qualität des Materials seien bekannt — wie soll mit ihnen umgegangen werden? Sie gleich zu pflanzen käme bei jungem Alter und mangelndem Wuchs dem Erfrieren schon beim ersten Winter gleich.
Der Landschaftsseminar der Dorpater Universität der Lebenswissenschaften (Professor Friedrich Kuhlmann, Magister Jekaterina Balicka, Bakkalaureen Mart Simisker, Maria Derlöš, Kristjan Kohu, Ave Kongo, Polina Palo) entgegnet dieser Herausforderung mit dem Konzept temporärer Baumschulen, die unmittelbar auf den Straßen der Stadt angelegt werden sollen. Unter aktiver Mitarbeit der Bewohner und ihrer Verbände beleben die Jungbäumchen erst die wüsten Stellen, und werden erst zu ihren eigentlichen Bestimmungsplätzen gebracht, wenn ihr Wachstum es gestatte (wenn ihr Stammdurchmesser in 1-Meter-Höhe 10—12cm betrage). Jene wüste Stellen können auch die einstigen Hausgrundstücke sein: so würden die Bäumchen, als ob aus den Ruinen wachsend, Vergangenes mit dem Künftigen verbinden.
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| Geschenk | 60000 | temporäre Baumschule | Baumfest |
Auf der Karte sind solche Schulen gelb markiert. (more…)