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May 2012
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Schwedlerie Oranger

Von: Administrator

Von Insterburg erbte Tschernjachowsk eine Vielzahl Altbauten, einige davon symbolisch von Gehalt. Unter denen schlummert eines, welches nach Dina Leonowa am ehesten den Geist der Stadt verkörpere: “historistisch in der Form und modern vom Inhalt”.

“Es handele sich um ein überkuppeltes Lokomotivdepot, die sogenannte Schwedlerkuppel. Den Namen hat sie nach dem Autor des konstruktiven Systems, dem berühmten deutschen Ingenieur. Außen traditionalistisch gehalten, birgt es Konstruktionen, die ihrer Zeit um fast ein Jahrhundert voraus waren.

Die heutige Nachnutzung als Autoparkplatz entspricht dem Wert des Ortes in keinster Weise. Indem ich das nicht mehr benötigte Depot in ein modernes Kultur- und Bildungszentrum verwandele, schreibe ich die Tradition der Gestaltfindung einer fortschrittlichen Ingenieurslösung vor, die zugleich behutsam mit dem Erbe der Vergangenheit umgehe.

Mit der Ansiedelung moderner von der Stadt gefragter Funktionen schlage ich vor, aus dem Depot ein Symbolbau des neuen Tschernjachowsk zu machen, einer Stadt, die Altes bewahre und der Zukunft zugewandt sei!”


Außerhalb des Forumprogramms wurde ein Vorhaben Eugen Bedarews präsentiert, nach dem das Kuppeldepot eine Orangerie werde. Es ist vorstellbar, beide Ideen zu vereinen.

Reinstadt

Von: Administrator

“Uns gehöre die Stadt”, verkündet Michael Beloborodow, “und es ist an uns, Insterburg sauber werden zu lassen”.

Überall herumliegender Müll ist eines der Probleme der heutugen Insterburg: es zeige das Bildungsniveau der Bürger, aber auch

  1. daß es zu wenig Mülleimer auf den Stadtstraßen gebe
  2. daß die bestehenden Mülleimer und Großmüllbehälter falsch aufgestellt seien
  3. daß Mülleimer nicht zeitig entleert werden.

Projektziel: Die Straßen vom Müll befreien; den Bewohnern ein Gefühl geben, daß sie für den Zustand der von ihnen bewohnten Stadt verantwortlich seien.
Methode: Gemeinsam die Stadt säubern! Viel ist dafür nicht nötig, man müsse nur die Plätze bestimmen und die Eimer aufstellen.

Schritte zur Umsetzung:

  1. . Schritt, Gründung einer Projektmannschaft, 10—15 Mann. Bereits geschehen;
  2. . Schritt, Bewohnerbefragung: wo glaube man, daß die Eimer und Großbehälter am meisten gefragt seien. Fand während des Forums statt;
  3. . Schritt, Prüfung vor Ort: an Stellen, die die Befragung bestimmt, soll für eine Woche ein Vorlauf-Eimer aufgestellt werden, ein Müllsackgestellt mit dem Aufruf, alles in diese Säcke zu deponieren. Wo die Säcke sich am schnellsten füllen, wird auch ein Eimer offensichtlich eher verlangt und der Standort richtig sein;
  4. . Schritt, Bestimmen des endgültigen Eimerstandortes, entsprechend den Befragungs- und Prüfungsergebnissen, und in der Absprache mit den Hauseigentümern. Wahl des Eimermodells und des Entleerungsschemas;
  5. . Schritt, Kalkulation, Eingabe bei der Stadtverwaltung;
  6. . Schritt, Finanzierung und Ausfüjrung der benötigten Anzahl Eimer;
  7. . Schritt, Aufstellung;
  8. . Schrirr, Evaluierung.

Finanzierung des Projektes:

  1. aus Spenden
  2. von der lokalen Geschäftswelt
  3. vom Stadtetat
  4. aus Fremdfonds.

Im Laufe des Projektes sollte nicht nur die ganze Stadt mit Mülleimern versehen werden, sondern auch die Bewohner, die es ja eigenhändig täten, ihr Verhältnis zum Ort und zur Sauberkeit ändern.

Unsere Kontaktnummern:

I’m-Karte Insterburgs

Von: Administrator

Die Arbeit der Minsker TU- und ArchDepot-Studentin Mascha Schendel beginnt schon am Bahnhofsvorplatz: leicht ist es, von hier überallhin zu gelangen, wenn man von einem jemanden mit Ortskenntnis empfangen werde, doch was wenn nicht? — dann ist man in der Stadt und ihr doch sehr fern, und riskiere, alles Interessante und die Haaresbreite zu verpassen.
Was tun?

Die Antwort sei die “I’m-Karte”, ein Stadtplanschema.

Was liege vor? ein Resender verliere sich in der Stadt: weder am Bahnhof, noch an den Straßen warten die Hinweisschilder auf ihn, geschweige denn Stadtpläne. Dabei gebe es heute schon genügend Nachfrage dafür, an einem einzelnen Sommersonntag gab es z.B. auf der Burg ganze drei Touristenbusse, und jeder wollte wissen, was man in der Stadt finde und wie dorthin komme: was hätte man ihnen sagen sollen? Und dabei beschränkt sich der Fluß keinesfalls nur auf Sonntage!
Einzig im “Pressa”-Kiosk finde man ein Stadtplan, oder besser ein Schema — ohne Hausnummern, ohne Sehendwürdigkeiten, ohne Baudenkmäler (was wenigstens verständlich wäre, nicht jeder brauche sie), ohne Cafés, Banken oder Hospitäler. Wie soll man da auch nur einen Weg finden?
Nichteinmal die Stadtbewohner wissen von den eigenen Zielpunkten Bescheid!
Daher die Idee:

(more…)

Lehrwerkstätten

Von: Administrator

Der Wunsch, Reparatur- und Restaurierungswerkstätten in der Stadt zu gründen, gehört zu den ursprünglichsten Vorhaben des “insterJAHRes”. Ohne diese ist das gesamte Konzept nicht existierfähig und sinnlos, ohne die ist es müßig, vom Wiederauferstehen des historischen Erbes Nordostpreußens zu sprechen — und auch die Zukunfsperspektiven verdüstern sich.

Seien wir ehrlich:

  • wir sind außerstande, die bauliche Umgebung zu “lesen” und ihr Geschichtswert zu erkennen
  • wir verstehen die Gründe nicht, weswegen die besagten Bauten so und nicht anders entstanden — dabei verdanken sie ihre Gestalt dem lokalen Klima, den Böden, den Materialien, und können über diese Aufschlüsse liefern
  • wir sehen nur die Außerlichkeiten, und vermögen nicht, zu den inneren Werten einer Anlage hindurchzusteigen — so wird weder das Alte richtig repariert, noch das Neue so erdacht, daß es dieselben Standzeiten wie das Alte erreiche
  • doch auch wenn ein jemand einmal etwas konsequent von Innen wie Außen entwerfe, machen es die eigenen Bauleute zunichte — Lösungen abseits der Routine sind ihnen nicht geheuer, wie überhaupt das regel-konforme Arbeiten
  • wie solle man hierbei noch etwas gescheites bauen?

Soviel negatives…— doch just hier liege auch die Chance, alles zum besseren zu wenden. (more…)

Einen Wappen habe jede Stadt,..

Von: Administrator

…und ein Motto auch (das heutige, “Insterburg, ein Freiluftmuseum”, ist dem alten, der “Sportstadt im Grünen”, um weites unterlegen); die Stadt habe gar einen eigenen Roland in Generalsmantel — nun habe sie auch ein Logo.

Das Insterburger Stadtwappen, einmal verliehen, sei unabänderlich — ein Logo hingegen spiegele den jeweils momentanen Stadtsinn und könne und solle sich wandeln. Was ist der heutige Sinninhalt ihrer? — die Stadt habe in kürzester Frist einen Ruf erworben, ein Platz zu sein, wo die zueinandergehörigen Teile des Ganzen, die Geschichte und die Gegenwart, zueinander finden. Als ob von einem Magneten angezogen, kommen die besten Kräfte in die Stadt und werden hier weiter gestärkt — dies alles sollte die Graphik ausdrücken, die Dina Leonowa, Architektin und Meisterstudentin der TU Minsk, für den Forum entwarf. Auf dieser Grundlage können nunmehr weitere Logos für die Stadtgemeinschaft entstehen, von den Straßenschildern zu den Veranstaltungen. Auf uns warten die “J-Tage” der Stadtfeste, die Turniere des “J-Eisens”, die Spiele der “J-Arena”!

Das Zeichen existiere in Kurz- und Langfassung, jeweils auf Russisch und in Latein.

Die russische Langform beinhalte den Namen der Veranstaltung (hier, des Forums) mit dem rechtsstehenden und oben ausgerichteten Buchstaben “Ч”. Der linke Ausläufer des “Ч” trage einen Burggiebel. Die Maßverhältnisse des Zeichens und seiner Teile nicht nicht veränderlich, dem Muster entsprechend. Das Hinzufügen weiterer Bestandteile oder Schmuckes, Verdrehen und Neugen oder andere Änderungen sind nicht zulässig.
Die linke Hälfte des Buchstabens “Ч” werde mit Farbe oder anders gefüllt, die rechte Hälfte bleibe punktiert umrissen.
Der Name der Veranstaltung erscheine in aufrechter serifenloser Schrift; Antiqua, Handschriften, Symbol- oder Dekorschriften sind nicht zulässig, ferner das Mischen lateinischer und kirillischer Buchstaben.

Die lateinische Langform beinhalte den Namen der Veranstaltung (hier, des Forums) mit dem linksstehenden und oben ausgerichteten Buchstaben “J” oder “U”. Der rechte Ausläufer des “U” trage einen Burggiebel. Die Maßverhältnisse des Zeichens und seiner Teile nicht nicht veränderlich, dem Muster entsprechend. Das Hinzufügen weiterer Bestandteile oder Schmuckes, Verdrehen und Neugen oder andere Änderungen sind nicht zulässig.
Die rechte Hälfte des Buchstabens “U” werde mit Farbe oder anders gefüllt, die linke Hälfte bleibe punktiert umrissen.
Der Name der Veranstaltung erscheine in aufrechter serifenloser Schrift; Antiqua, Handschriften, Symbol- oder Dekorschriften sind nicht zulässig, ferner das Mischen lateinischer und kirillischer Buchstaben.

“Ч”-Kurzform.
“J”-Kurzform.

Veranstaltungen

26.05.2012 10:00

Festival der Stile, «Epoche. Musik. Kostüm». Präsentationen der Hobbyvereine usw. auf der Burg Insterburg

01.06.2012 10:00

Kinderfest auf der Burg Insterburg

07.06.2012 10:00

Sommerpraxis des 5. Semesters der Architekturfakultät der Bauuniversität Kasan, Fachrichtung «Restaurierung und Erneuerung vom baulichen Erbe». Auf den Straßen und Plätzen der Stadt.

23.06.2012 10:00

Kinderspielfest «Die Märchenburg», für Kinder von 2 bis 102 Jahre. Auf der Burg Insterburg

25.06.2012 10:00

Heimatkundliche Jugendwanderung «Menschenschicksal - Landesschicksal», auf dem Gebiet der Provinz. Erforschung und Markierung der Wanderpfade; Erweiterung der Burgsammlung, Treffen mit den Urbewohnern, Vorstellungen.

Unterstützer: