Kategorien

May 2012
M T W T F S S
« Apr    
 123456
78910111213
14151617181920
21222324252627
28293031  

Burg Insterburg, über Tage, Wochen und Monate

Von: burg

Eine Burg — welch’ ein romantisch Wort! Und was für ein Wert! Zeitblessuren verleihen ihr Erhabenheit; das Alter, angehende 700 Jahre, lassen einen erstarren. Was für Geheimnisse liegen in diesem Gemäuer? Legenden und Rätsel ziehen Besucher jeden Alters, jeder Herkunft, Berufsstand und Glaube an, zuverlässig wie ein Magnet.

Seit langem beschäftigt man sich mit den Burgen, doch im nördlichen Ostpreußen zählt dieses Interesse nur wenige 15 Jahre. Genauso qalt ist auch die Initiativgruppe, die sich 1997 vornahm, die Burg Insterburg aufzubauen, zu rekonstruieren, zu erforschen und zu begreifen.

Mit einem oder auch ein Paar Wörtern sind die Vorgänge auf dem Gelände des Geschichts- und Kulturbundesdenkmales des 14 Jahrhunderts kaum zu fassen: schrittweise habe es die gemeinnützige Stiftung “Haus-Burg” vermocht, den sowjetzeitigen Bau- und Reparaturhof wieder zu einer echten Burg zu machen, einem echten Denkmal. Heute spielt sie wieder eine bedeutende Rolle im Leben der Stadt und der Provinz, so, wie es einer Burg auch gebührt. Schon immer waren sie anziehend, waren Lebens- und Kulturmittelpunkte vor Ort.

Heute ist dieser Sonderort ein Kultur- und Gastfreundschaftszentrum, ein echtes Zuhause. Auch Bewohner gebe es darin, tagaus-tagein heißen sie ihre Gäste willkommen. Freiwilligendienste sind die Lebensader des Ganzen, und jeder kann daran teilnehmen, ob in der Haushaltung, der Wissenschaft, der Bildung, der Gemeinschaft-Kulturarbeit, aber vor allem — der Gastfreundschaft. Die Burgtore stehen jedermann offen. (more…)

Soziokulturelle Projekte auf der Burg Insterburg

Von: burg

Eine Übersicht der soziokulturellen Projekte auf der Gelände des Bundesdenkmales «Burg Insterburg» beschließt das Jahr 2011.
Die Unterschriften zu den eizelnen Tafeln nur auf Russisch.

(more…)

Georgenburger Zentrum für lebendige Geschichte

Von: Administrator

Alexej Jalowoj, ein Georgenburger Schmied und Vorsitzender des Zentrums für lebendige Geschichte und Geschichtsrekonstruktion “Die Bären des Nordens” präsentiert das Vorhaben zur Gründung eines solchen Zentrums lebendiger Geschichte auf der Burg Georgenburg.


Eine sechshundertjährige Burg, verfallen und abgeschrieben, ist an die russisch-orthodoxe Kirche übereignet worden. Die Geistlichen haben dieselben Ziele wie auch der Verein, die Parteien agieren gemeinsam im Felde der Jugend-Sozialarbeit: es gelte, neues Leben ins alte Gemäuer einziehen zu lassen.

(more…)

“Offenes Zimmer”, eine neuartige Kunstresidenz

Von: Administrator

Am fernen Stadtrand Insterburgs liege versteckt ein rußlandweit einmaliges Bauwerk des Bunten Bauens, zugleich das einzig erhaltene Werk Hans Scharouns im Lande. Eist gab es ihrer mehr, zehn Jahre wirkte er in der Stadt und in ihrer Umgebung, doch dann kam der Krieg, die Zwangsumsiedlungen, den Archivverlust, das Absterben der mündlichen Überlieferung… Das bloße Bestehen der Siedlung “Bunte Reihe” zu Insterburg verschwand aus der Architekturgeschichte.
Das Wiederauferstehen der Siedlung begann im letzten Jahr mit den Veröffentlichungen in den Fachblättern, dem “insterJAHR”-Kolloquium, den Fachbesuchern, die inzwischen fast schon zur Routine wurden; dem Aufmaß

Die frisch gegründete Eigentümergenossenschaft, im Verbund mit dem “insterJAHR” und der Architektur- und Bauuniversität Kasan, bereite, von den Experten begleitet, die Wiederherstellung der alten Buntheit vor.

Man möchte glauben, der Tag sei nahe, wenn die Skizzen Realität werden. Doch… wird es auch richtig sein?

Ohne Frage sei es nötig, die Häuser zu dämmen und zu reparieren, die Putzschäden auszubessern und die verblaßten Farben aufzufrischen, doch hafte all diesen Arbeiten ein Geburtsfehler an: der Straße gegenüber, ihren Einwohnern zu seien sie — fremd. Ihnen liege kein Bewohnerauftrag zugrunde, vielmehr wurden die Bewohner in der Notwendigkeit dieser Arbeiten erst überzeugt — und auch die ausführenden Kräfte werden nicht ihre sein, denn soviele Baufacharbeiter zähle die Straße nicht — schließlich werde auch die Kasse von Auswärts sein.

Und wenn ach die Straße von Zauberhand plötzlich wieder neu strahlte, stellt sich die Frage, ob der Bewohner zu ihr eine Beziehung aufbauen werde, die anders als bloße Nehmermentalität sei. Benötigt aber sei ein Beschützer und wirklicher Hausherr. Hier komme die Kunst zur Hilfe: gemeinsam mit den Bewohnern werde eine neuartige Kunstresidenz, Klub und Museum ins Leben gerufen.

Was sei eine übliche «Kunstresidenz»? — eine oder mehrere Werlstätten, mitten im Zentrum, wo der Künstler schaffe, von der ihn einladenden Stadt besselt und zur derselben Stand Nutzen. Manchmal wird sein Werk auch direkt von der Stadt beauftragt. Der Stadtbewohner nehme an dem allen von jenseits der Vitrine Teil. Hier zu Insterburg ist derlei nicht zu wiederholen: die Lage sei ungeeignet und auch die Flächen. Hier bedarf es etwas anderes.

So in etwa könnte in ein Paar Jahren die Einfahrt in die “Bunte Reihe” aussehen. Im Hause rechts stand über 20 Jahre ein Laden des Zivilschutzes leer, davor eine Bäckerei und noch eher ein Kolonialwarenladen Otto Weißenbergs — neuerdings wurden die Räume von einem Königsberger Mäzen aufgekauft.

Einst zierten die Wand die angebotenen Waren, dann war sie eine ganze Weile lang kahl. Nun der neue Inhalt:

“Architekturdenkmal “Bunte Reihe”, 1921-1924, Architekt Hans Scharoun
Kunstresidenz, Kunststraße, Nachbarschaftstreff, Museum und Café
Versammlungen, Ausstellungen, Ateliers, Kurse”
 — in Kürze, das “Offene Zimmer”.

Mehr als ein Zimmer ist ja auch nicht vorhanden, und die Tür werde wirklich offen sein. Komme einer, um hier etwas zu schöpfen, trete er, zwangsläufig und zwangsfrei, gleich auf die Straße hinaus, und auch die Versammlungen oder Gesprächsrunden tues es ihm nach — so passiere es bereits schon! Die Arithmetik ist hier recht eigen, durchs Teilen vermehre sich der Platz.
Die Arbeiten, die auf der Straße von den “Kunstresidenten” erschaffen, saugen den ganzen Sinn ihrer auf und bleiben hier — oder auch im nächsten Gemüsegarten — oder im nahen Friedhofswald. Die Arbeiten nehmen die Bewohner mit auf, verleihen der Straße eine neue Kraft, komplettiere gleichsam dieses Mosaik. Dürfen wir nach Ihrem Steinchen fragen?

Stadt der Kinder

Von: Administrator

Die Stadt, die wir ererbt, bedarf der Pflege und der harmonishen Anpassung. Das Stadtgewebe, durch den Krieg zerrissen und daraufhin nur geflickt, sollte neu gefaßt werden. Es ist die Aufgabe für Jeden, ob groß oder klein — doch gerade für die Kleinen gebe es in der Stadt so gut wie keinen Platz. Weder gebe es einen Kinderpark, noch Kinderspielplätze, die diesen Namen auch verdienen, oder andere sichere und zugleich spannende Räume zum Spielen. Dabei sind es gerade die Kinder, die man zu versantwortungsvollen Stadtbürgern erziehen wolle, solchen, die ihre Stadt mögen und bewahren — wie sollen sie dies alles werden, wenn die Stadt selbst zum Erziehen dieser Qualitäten keinen ersten Schritt tue? Wo bleibe die Insterburger Kinderstadt?

Die Frage, was die heutige Stadtjugend um sich sehe, und zu was sie erwachse, war der Beweggrund für die Architektin Anna Mamajewa, Insterburg die Rolle einer Kinderstadt vorzuschlagen. Dies beinhalte vieles; der erste Schritt ist ein stadtweites Netzwerk von Kinderspielplätzen, gleichsam Keime der kommenden Zauberwelt.
“Den Stadtoberen wird die Aufgabe genommen und den Bewohnern Hilfe angeboten, um Spielräume zu schaffen, die ihre Kinder so sehr benötigen”, so Anna.

“Wer wird durch diesen Projekt angesprochen?

  • Das ganze Land. Glückliche und gesunder Kinder sind die Zukunft Rußlands!
  • Die Provinz. Die “jungen Aktiven” seien die Grundlage für die nachhaltige Entwicklung Nordostpreußens.
  • Die Stadt. Heute bauen die Kinder ihren Hof, und morgen die ganze Stadt.
  • Die Bewohner. Wie ein Theater an der Garderobe beginne, fange auch das Zuhause schon im Vorgarten an.

Unser Weg liege im Schaffen einer aktiven Ertern-Kinder- und Nachbarbemeinschaft, die die Treibkraft hinter dem Projekt werden.
Spielerisch werden die Kinderspielplätze entworfen, ein Weg um jedes Kind mitmachen zu lassen und alle ihre Belange aufzunehmen. Das gemeinsam erschaffene werde doppelt und dreifach so wertvoll sein, und biete zudem die Möglichkeit, die schöpferischen Potentiale freizulegen. Die neuen Freunde, neue Mitstreiter; neue Lehrer und Lehrlinge werden unzählig sein!..
Man stelle sich vor, eine ganze Menge von Spielplätzen in der Stadt, ein jeder einmalig, von den Kindern selbst entworfen — eine neue Stadtidee?
Den ersten Schritt bereits vollzogen, steht die Initiative bereit, gemeinsam umgesetzt zu werden.

Ein Erstling entsteht an der Kreuzung am Stadtausgang in der Augustastr.: die Bewohner sind hier an der Zukunft ihrer Kinder interessiert und die Kleinen selbst nehmen mit Begeisterung an der Arbeit an der Maquette ihres Traumspielplatzes teil. Für die war ein Spaß, “Mein Hof, mein Spielplatz”.



Auf der Grundlage dieser Maquette hat die Minsker Architektin Jana Schimanowitch 3D-Rechnermodelle entwickelt. Von unterschiedlicher Komplexität, warten sie darauf, umgesetzt zu werden. Hierfür sind helfende Hände vonnöten: die aktiven und begeisterungsfähigen Stadtbewohner — sie seien schon da; die Ämter — sie unterstützen die Idee; di9e Investorten, die den Kindern helfen, ihr Traum umzusetzen — diese gelte es, zu finde.

Die Kinderkunstschule wird mit von der Partie sein: ihre Schüler helfen bei den Wandbildern und führen sie mit aus (die andere teilnehmende Gruppe werden selbstredend die Kinder des in Frage kommenden Hofes sein). Den Schülern wird dies ein Praxisunterricht sein, die Möglichkeit, eigenes Tun in der eigenen Stadt der Öffentlichkeit zu teigen — den Kindern die neue Erfahrung, die Prüfung ihrer slebst als Künstler und Maler, die eigenhändige Schöpfung eines Spielplatzes und der Zauberwelt um sie herum.
Die Lehrlinge des Pädagogikums könnten an den Spielgeräten mitarbeiten; auch für sie wird es eine außerordentliche Bewährungsprobe und ein Versuch praktischer Verwendung ihrer Kenntnisse sein.”

Die Umsetzung des Vorhabens erfolge in Stufen.

  1. Der Platz werde vorbereitet und die einfacheren Installationen vorgenommen: ein Sandkasten, einige Bänke, eine Schaukel usw. Der Raum beginne zu leben, es entstehe die Grundlage für alle darauffolgende Maßnahmen, und jeder siehr darin die Chance, eigene Ideen umgesetzt zu sehen.
  2. Junge Maler und Landschaftler werden herangezogen, um mit den Bewohnern zusammen den neuentstandenen Platz zu beleben.
  3. Komplexere Formen werden als letzte umgesetzt. Hier bedarf es der Hilfe und des Rates der Fachleute, und diese sind nicht einfach zu beschaffen, doch zu dieser Zeit besitze das Vorhaben schon die ersten eigenen Trümpfe — die interessierten Geschäftsleute, die Stiftungen und Gemeinschaften, die Bewohner usw., die inzwischen schon erkannt haben, daß es wohl möglich sei, eine eigene Spiekewelt tz erschaffen, wenn man gemeinsam Hand dafür anlege.


    Die Kinderstadt ist eine komplexe Idee, doch mache man den ersten Schritt und fange an, schon gewinne man neue Kräfte, soll heißen — neue Freunde und neue Kräfte für den weiten Weg zum Ziele.

Streichet die Stadt bunt! Kinderspielplätze deiner Stadt bedeuten glückliche Kinder in deiner Familie!

Veranstaltungen

26.05.2012 10:00

Festival der Stile, «Epoche. Musik. Kostüm». Präsentationen der Hobbyvereine usw. auf der Burg Insterburg

01.06.2012 10:00

Kinderfest auf der Burg Insterburg

07.06.2012 10:00

Sommerpraxis des 5. Semesters der Architekturfakultät der Bauuniversität Kasan, Fachrichtung «Restaurierung und Erneuerung vom baulichen Erbe». Auf den Straßen und Plätzen der Stadt.

23.06.2012 10:00

Kinderspielfest «Die Märchenburg», für Kinder von 2 bis 102 Jahre. Auf der Burg Insterburg

25.06.2012 10:00

Heimatkundliche Jugendwanderung «Menschenschicksal - Landesschicksal», auf dem Gebiet der Provinz. Erforschung und Markierung der Wanderpfade; Erweiterung der Burgsammlung, Treffen mit den Urbewohnern, Vorstellungen.

Unterstützer: