Soziokulturelle Projekte auf der Burg Insterburg
Eine Übersicht der soziokulturellen Projekte auf der Gelände des Bundesdenkmales «Burg Insterburg» beschließt das Jahr 2011.
Die Unterschriften zu den eizelnen Tafeln nur auf Russisch.
Eine Übersicht der soziokulturellen Projekte auf der Gelände des Bundesdenkmales «Burg Insterburg» beschließt das Jahr 2011.
Die Unterschriften zu den eizelnen Tafeln nur auf Russisch.
Keine zwei Wochen seit dem Auftritt russischer Fachleute, Denkmalschutz-Verbände und internationaler Kreise zum Erhalt des Moskauer Eisenbahn-Rundschuppens am Leningrader Bahnhof (1849), schon meldet sich die Zeitschrift “Strojinterjer” aus Königsberg mit einem Drei-Seiten-Bericht vom Rund- und Radialschuppen zu Insterburg — zu finden in der Dezember-Ausgabe. (more…)
Vom 3. bis zum 5. November fand im Minskaer Kunstpalast ein weißrussisches Architekturfestival “Minsk-2011″ statt, zusammen mit der Schau der besten Diplomarbeiten des Landes, der internationalen Biennale junger Architekten “Leonardo-2011″ und dem GUS-weitem Wettbewerb für beste Entwürfe und fertiggestellte Bauten. Bei dieser Fülle war es kaum möglich festzustellen, zu welcher der Schauen die Arbeiten des Insterburger SESAMs gehörten: es war einfach schön, sie wieder ausgestellt zu sehen.
Von Insterburg erbte Tschernjachowsk eine Vielzahl Altbauten, einige davon symbolisch von Gehalt. Unter denen schlummert eines, welches nach Dina Leonowa am ehesten den Geist der Stadt verkörpere: “historistisch in der Form und modern vom Inhalt”.
“Es handele sich um ein überkuppeltes Lokomotivdepot, die sogenannte Schwedlerkuppel. Den Namen hat sie nach dem Autor des konstruktiven Systems, dem berühmten deutschen Ingenieur. Außen traditionalistisch gehalten, birgt es Konstruktionen, die ihrer Zeit um fast ein Jahrhundert voraus waren.
Die heutige Nachnutzung als Autoparkplatz entspricht dem Wert des Ortes in keinster Weise. Indem ich das nicht mehr benötigte Depot in ein modernes Kultur- und Bildungszentrum verwandele, schreibe ich die Tradition der Gestaltfindung einer fortschrittlichen Ingenieurslösung vor, die zugleich behutsam mit dem Erbe der Vergangenheit umgehe.
Mit der Ansiedelung moderner von der Stadt gefragter Funktionen schlage ich vor, aus dem Depot ein Symbolbau des neuen Tschernjachowsk zu machen, einer Stadt, die Altes bewahre und der Zukunft zugewandt sei!”
Die Arbeit der Minsker TU- und ArchDepot-Studentin Mascha Schendel beginnt schon am Bahnhofsvorplatz: leicht ist es, von hier überallhin zu gelangen, wenn man von einem jemanden mit Ortskenntnis empfangen werde, doch was wenn nicht? — dann ist man in der Stadt und ihr doch sehr fern, und riskiere, alles Interessante und die Haaresbreite zu verpassen.
Was tun?


Die Antwort sei die “I’m-Karte”, ein Stadtplanschema.
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Was liege vor? ein Resender verliere sich in der Stadt: weder am Bahnhof, noch an den Straßen warten die Hinweisschilder auf ihn, geschweige denn Stadtpläne. Dabei gebe es heute schon genügend Nachfrage dafür, an einem einzelnen Sommersonntag gab es z.B. auf der Burg ganze drei Touristenbusse, und jeder wollte wissen, was man in der Stadt finde und wie dorthin komme: was hätte man ihnen sagen sollen? Und dabei beschränkt sich der Fluß keinesfalls nur auf Sonntage! |
| Einzig im “Pressa”-Kiosk finde man ein Stadtplan, oder besser ein Schema — ohne Hausnummern, ohne Sehendwürdigkeiten, ohne Baudenkmäler (was wenigstens verständlich wäre, nicht jeder brauche sie), ohne Cafés, Banken oder Hospitäler. Wie soll man da auch nur einen Weg finden? Nichteinmal die Stadtbewohner wissen von den eigenen Zielpunkten Bescheid! Daher die Idee: |
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