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Burg Insterburg, über Tage, Wochen und Monate

Von: burg

Eine Burg — welch’ ein romantisch Wort! Und was für ein Wert! Zeitblessuren verleihen ihr Erhabenheit; das Alter, angehende 700 Jahre, lassen einen erstarren. Was für Geheimnisse liegen in diesem Gemäuer? Legenden und Rätsel ziehen Besucher jeden Alters, jeder Herkunft, Berufsstand und Glaube an, zuverlässig wie ein Magnet.

Seit langem beschäftigt man sich mit den Burgen, doch im nördlichen Ostpreußen zählt dieses Interesse nur wenige 15 Jahre. Genauso qalt ist auch die Initiativgruppe, die sich 1997 vornahm, die Burg Insterburg aufzubauen, zu rekonstruieren, zu erforschen und zu begreifen.

Mit einem oder auch ein Paar Wörtern sind die Vorgänge auf dem Gelände des Geschichts- und Kulturbundesdenkmales des 14 Jahrhunderts kaum zu fassen: schrittweise habe es die gemeinnützige Stiftung “Haus-Burg” vermocht, den sowjetzeitigen Bau- und Reparaturhof wieder zu einer echten Burg zu machen, einem echten Denkmal. Heute spielt sie wieder eine bedeutende Rolle im Leben der Stadt und der Provinz, so, wie es einer Burg auch gebührt. Schon immer waren sie anziehend, waren Lebens- und Kulturmittelpunkte vor Ort.

Heute ist dieser Sonderort ein Kultur- und Gastfreundschaftszentrum, ein echtes Zuhause. Auch Bewohner gebe es darin, tagaus-tagein heißen sie ihre Gäste willkommen. Freiwilligendienste sind die Lebensader des Ganzen, und jeder kann daran teilnehmen, ob in der Haushaltung, der Wissenschaft, der Bildung, der Gemeinschaft-Kulturarbeit, aber vor allem — der Gastfreundschaft. Die Burgtore stehen jedermann offen. (more…)

Soziokulturelle Projekte auf der Burg Insterburg

Von: burg

Eine Übersicht der soziokulturellen Projekte auf der Gelände des Bundesdenkmales «Burg Insterburg» beschließt das Jahr 2011.
Die Unterschriften zu den eizelnen Tafeln nur auf Russisch.

(more…)

Wandertheater “Art-Mission”

Von: Administrator

Unerwartet wie es sein mag, bleiben in unserer Zeit der Hochtechnologien, der Breitbandnetze, der Jet-Flieger und der Weltraumreisen so einfache Sachen wie Theater, Museen oder Kunstausstellungen für viele unerreichbar. Ohne die Chance, an die Kunst heranzutreten, mit eigenen Fingern anzufühlen, mit eigenen Ohren anzuhören, mit allen Sinnen die ganze Atmosphäre wahrzunehmen, verlieren diese Leute den so immateriellen und doch so bedeutsamen Bezug zur Kunst- und Kulturwelt. Nichts beseele sie mehr, sie verlernen zu Träumen, sie schöpfen nicht mehr; solcher Leute gebe es eine Vielzahl, mitten im Leben und dennoch am Rand, von der Zivilisation fortgesrissen.

Zum Glück gebe es noch andere, die diesem Problem nicht gleichgültig gegenüber stehen: wahre Kunstschaffende, bereit, ihr seltenes Können an die Bedürftigen zu tragen, der Wetter, schlechte Lage und Wegeslängen ungeachtet. So verstehe sich auch das Theater “Die andere Option”.

Die künstlerische Leiterin Irina Salajewa und die Schauspieler des “Andere Option”-Theaters nahmen am Insterburger Praxisforum mit der Idee eines Wanderbühne Teil: auf einer Art Vehikel wollte man bei der Ausnutzung moderner Technologien eine Mehrzweckbühne sowie ein Schnell-Aufspann-Dach für dien Zuschauer unterbringen, mitsamt der nötigen Strom-, Licht-, Musik- usw. Apparatur, die ein Vollspektakel bedürfe.


Wandertheater sei…

Vorhanden sind folgende Ressourcen: die Truppe, die Partner, der Entwurf

Visualisierung

Es galt, eine mobile und schnellgängige Theaterbühne insbesondere für den Osten der Provinz zu schaffen, wo die schwerzugänglichen Orte, den Schauspielern zufolge, ihrer am meisten bedürfen.

Die Umsetzung eines solchen mutigen wie auch edelmutigen Vorhabens werde binnen kürzester Frist die Hochzahl kleiner Dörfer und Siedlungen erreichen; die Schaffenskraft der Kunst werde den vom Hauptstrom der Zivilisation abgeschnittenen Leuten wieder den Zusammengehörigkeitsgefühl zu ihr verleihen, die Zukunftshoffnung auch, ihnen wieder das Träumen beibringen.

Für die Umsetzung des Entwurfes seien uns nötig:

Alle sind zur Zusammenarbeit eingeladen!

Ausstellung des neuen Denkmales

Von: burg

Eine Ausstellung der Entwürfskonkurrenz fürs neue Iwan-Tschernjachowski-Denkmal eröffne am 16. Juli um 16.00 Uhr auf der Burg Insterburg. Sie bleibe bis zum 31. Juli. Am Abend vor der Eröffnung gebe es Auftritte im Burgstall:

Freitag der 15. Juli, 18.00, Rock-intro

  • «Die Lebenszeichen» (Königsberg)
  • «Tonverlag» (Insterburg)
  • «Die Kehrseite» (Königsberg)
  • Alexander Stoletnij (Pillau)
  • Alexander Rogoschan «der Waräger» (Strog, Kasachstan)
  • «Zu#Vi» (Sachalin)
  • «Endloser Fluß» (Tilsit)
  • Prachtgeorg (Königsberg)

Am Samstag den 16. Juli, Eröffnung der Schauen:

  • Tschernjachowski-Denkmäler aus dem Wettbewerb, Arbeiten aus Deutschland, Bosnien, Österreich und Rußland
  • geladene Arbeiten:
    • «Tsche-Galerie»
    • «Looki»
    • «12 Heldentaten Tschernjachowskis»
    • «Im Helden»
    • «Glückliche Kindheit»
    • «Tschernjachowskis Sommerfrische»
  • Präsentation des Zeichentrickfilmes «Tschernjachowskis Leben und Tod»
  • Veranstaltungen der Kunstgruppen «LES» und «ARTISANEN»

Ton-Unterstützung von:

  • “InSpectr” (Königsberg)
  • “Wykl” (Königsberg)
  • “ELEKTROGOST” (Insterburg)
  • “Jest nastrojenije” (Rauschen)
  • Sergej Chlebalin (Königsberg)

Nach der Eröffnung werden die Arbeiten auf diesen Seiten präseniert.

(eine Wettbewerbsarbeit des Denkmales als Prozeß, von D.Owtscharenko, S.Katschinski, M.Maschnitzkaja)

105 Jahre und ein Dutzend Denkmäler weiter

Von: Administrator

Den hundertfünften Geburtstag Iwan Tschernjachowskis beging die nach ihm benannte Stadt nicht nur mit den Feierlichkeiten am Denkmal, sondern auch mit der ersten vorläufigen Präsentation neuer Gedenkideen. Bekanntlich wurde im Frühjahr 2011 ein Ideenaufruf unter die Architekten, Bildhauern, Designern, Künstlern aller Coleur geworfen; gefragt waren keine Entwürfe — Herangehendweisen an die gesamte Erinnerungskultur.

Heute suchen die kleinen Städte, durch und durch von der sowjetischen Industrie, Titulatur, Kultur und Wesen geprägt, nach einem neuen Antlitz. Nach dem ehemaligen alten suchen sie zumeist auch. Für Tschernhachowsk heißt dieses Alte die deutsche Stadt Insterburg, der Name Tschernjachowskis ist wie eine Klammer, der die beiden so verschiedenen Orte zusammenhält. Doch hält die Klammer ewig?
Können die Bewohner von Heute mit dem Namen etwas anfangen? — und in 20 Jahren?

Um nicht zu vergessen, wo die Stadt ihren zweiten Anfang nahm, luden die beiden Kuratoren, der Kunstwissenschaftler Dmitri Koslow und der Architekt Alexander Strugach, dazu ein, sich Gedanken zu machen über einen heutigen Insterburg-Denkmal des Sowjetgenerals. Eine Neubefassing mit dem Namen sollte stattfinden, eine Umdeutung und Umbeziehung zu der Erinnerung an ihn. (more…)

Veranstaltungen

26.05.2012 10:00

Festival der Stile, «Epoche. Musik. Kostüm». Präsentationen der Hobbyvereine usw. auf der Burg Insterburg

01.06.2012 10:00

Kinderfest auf der Burg Insterburg

07.06.2012 10:00

Sommerpraxis des 5. Semesters der Architekturfakultät der Bauuniversität Kasan, Fachrichtung «Restaurierung und Erneuerung vom baulichen Erbe». Auf den Straßen und Plätzen der Stadt.

23.06.2012 10:00

Kinderspielfest «Die Märchenburg», für Kinder von 2 bis 102 Jahre. Auf der Burg Insterburg

25.06.2012 10:00

Heimatkundliche Jugendwanderung «Menschenschicksal - Landesschicksal», auf dem Gebiet der Provinz. Erforschung und Markierung der Wanderpfade; Erweiterung der Burgsammlung, Treffen mit den Urbewohnern, Vorstellungen.

Unterstützer: