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Erstes Jahr

Von: 12inster_admin34534

Mit der Sitzung der Geschichtskonferenz vom 10. Oktober 2010 ist das erste “insterJAHR” offiziell Geschichte.
Zeit und Anlaß also, Bilanzen zu ziehen, das Erreichte mit dem Geplanten abzugleichen und neue Pläne aufzustellen…

Eine Umsicht von Dimitri Suchin und Alexej Oglesnew, Projektbeauftragten


Geplant:

  • durch Veröffentlichungen, Exkursionen und Vorträge den Bewohnern die Ortsgeschichte näher bringen
  • durch lokale Heimatgeschichtler, durch Bürgerbefragungen und Archivarbeit die “Häuser- und Bewohnerbiographien” zusammenstellen, zuerst für die Pilotobjekte und dann nach dem gleichen Muster für die anderen Bauten der Stadt
  • durch Bürgerbefragungen die akustesten Aspekte der Reparaturen und Wiederherstellungen ermitteln

Vollbracht:

  • die Webseite des “insterJAHRes” in deutscher und russischer Spiegelfassung ins Netz gestellt, wo alle Meldungen zum Projekt notiert und kommentiert, alle Ergebnisse veröffentlicht und alle Kommentare abgegeben werden
  • eigene Berichte in lokaler (“Polüs”, “Polüs+TV”, “Prawo snat’”, “angrapa.ru”), regionaler (“AiF Kaliningrad”, “Rußland 1 Kaliningrad”, “Jantarnyj kraj”, “Project Baltia”, “Königsberger Allgemeine”, “StrojInterjer”, “Klops.ru”, “Kaskad-TV”), nationaler  (“archi.ru”) und ausländischer Presse(“Baunetzwoche”, “Insterburger Brief”, weitere in Vorbereitung)
  • Vorträge zur Architektur- und Städtebaugeschichte, zu den Parks und Grünanlagen der Stadt, abgehalten zeitens der Kolloqien, Seminare und Konferenzen, werden auf den Seiten des Projekts veröffentlicht
  • Reiseführer “Architekturdenkmäler Tschernjachowsks” bei Unterstützung des “insterJAHRes” in Vorbereitung
  • Befragung der Bewohner der Elevatorenstraße durch die Schüler des heimatgeschichtlichen Klubs “Poisk”
  • Dauerforschung der ausgewähnten Objekte wie der Bunten Reihe, der Gestakt Hugo Kaufmanns oder des Rundlokschuppens

Nicht vollbracht:

  • die vielen Veröffentlichungen und die öffrntlichen Vorträge brachten keine spürbare Verbesserung des Informationsstandes der Bevölkerung zutage, denn diese ging nicht zu den Veranstaltungen und mied dasgedruckte Wort. Ganz anders das nicht ortsansässige Publikum: ob zu Königsberg oder zu Berlin verfehlten die Aktionen ihre Wirkung nicht. Ja selbst in Insterburg gab es sehr wohl Zuhöher — allerdings unter den Zugereisten
  • es gelang nicht, die Bewohner selbst zum Sammeln ihrer Geschichten zu animieren. Die Schülerbegehungen blieben bruchstückhaft; die Reparaturwünsche gingegen wurden so global, daß keine Auswahl der Prioritäten anhand dieser Wunschliste möglich war
  • in keinem Hause gelang es, eine Brücke zwischen der deutschen und der sowjetischen Geschichte zu schlagen

Bleibt zu tun:

  • die heimatgeschichtliche Kampagne gehört fortgesetzt und vertieft, unter der Präzisierung der Methodik und Fetssetzung eines Fragekatalogs
  • ohne die Archivarbeit zu vernachlässigen sollte zur Feldarbeit ab Objekt übergegangen werden

Geplant:

  • Lehrwerkstätten einrichten, wo Zimmerer-, Tischler-, Maurer-, Putzer- und Dachdeckerkünste zum Wiederaufbau unterrichtet werden; als Lehrkräfte Dozenten und Meister aus Deutschland und Polen einladen
  • den Werkstätten eines der Pilotobjekte als Übungsfeld zuweisen

Vollbracht:

  • Vereinbarungen zur Bildungszusammenarbeit wurden abgeschlossen zwischen dem Insterburger Pädagogikum und dem “insterJAHR”, sowie zwischen der DenkmalAkademie zu Görlitz und der Königsberger Bauschule. Mit dem “Strelka”-Institut zu Moskau besteht ein Datenaustausch
  • Gespräche mit dem OSZ Bau (Knobelsdorff-Schule) zu Berlin betrefflich der Studienaufenthalte ihrer Restaurator-Assistenten sind angelaufen
  • ein Aufruf an deutsche Lehrkräfte, die bei den zu gründenden Gemeinschaftskursen unterrichten wollen, brachten eine ansehnliche Liste zutage
  • einige Reisegruppen der Königsberger Bauschule weilten bei der Görlitzer DenkmalAkademie zu Besuch

Nicht vollbracht:

  • die Werkstätten sind aus Mangel an Finanzmitteln russischerseits nicht eröffnet worden. Das Insterburger Pädagogikum hat sich vom Gedanken der Zusammenarbeit wieder entfernt
  • für die an der Bunten Reihe anzugehende Arbeiten sind weder der Entwurf, noch die Materialien vorhanden
  • Gespräche mit der Knobelsdorff-Schule führten soweit zu keinem Ergebnis

Bleibt zu tun:

  • russischer- wie EU-seits seien neue Finanzquellen aufzuschließen
  • für die zu gründenden Werkstätten seien Räume, Maschinen und Materiale sicherzustellen
  • mit regionalen Projekten bauhandwerklicher Ausbildung ist die Zusammenarbeit anzustreben
  • für die Bunte Reihe ist der Entwurf der Sicherungs-, Reparatur- und Sanierungsarbeiten anzufertigen

    Geplant:

    • Konzept des “insterJAHRes” bei der Moskauer Architekturbiennale vorstellen

    Vollbracht:

    • ein Messestand, “insterHAUS” getauft, binnen kürzester Frist durch die Königsberger Bauschule erbaut
    • Kurzfilme des “insterJAHRes”, des Rekonstruktionsentwurfes der Burgruine, des regionalen Treffens junger Architekten SESAM010 und der Königsberger Bauschule wurden für den Stand vorbereitet und dort gezeigt
    • mehrfachen Lob für die Gestaltung des Standes erhalten, sowie das Beteiligungsinteresse einiger Gruppen aquiriert
    • Einladung zur nächsten Biennale erhalten
    • nebst der Moskauer Biennale sind die Konzepte des “insterJAHRes” beim Königsberger Wirtschaftsforum gezeigt worden — die Endausstellungen der fertigen Arbeiten fanden oder finden zur Zeit in Moskau beim Architektenbund, in Königsberg in der Kunstgalerie (“Archfest”) und in Insterburg statt (“Insterfest”, Stadtfest, sowie Dauerausstellungen in der Stadtverwaltung und auf der Burg)

    Nicht vollbracht:

    • “insterHAUS”-Messestand noch nicht zur weiteren Verwendung zurückgebracht und wird es wohl nie werden
    • Gespräche zur Zusammenarbeit mit den Deutschen Werkstätten, dem Klub deutscher Architekten und Ingenieure zu Moskau und den diplomatischen Vertretungen Deutschlands führten bisher zu keinen Ergebnissen

    Bleibt zu tun:

    • für die Teilnahme an den kommenden (Wander-)Ausstellungen sei ein neues “insterHAUS” zu bauen, im gleichen Stile wie die vom SESAM010 vorgeschlagenen Stadtinformationssysteme
    • “insterJAHR” und seine (Zwischen-)Ergebnisse bei einer Ausstellung in Berlin zu zeigen (in Vorbereitung)

      Geplant:

    • ein internationales Kolloquium zur behutsamen Erneuerung und Leben in den Altbauten, sowie neuen Entwicklungen darinnen
    • passende Herangehenmsweisen an die Altbauten seien zu erarbeiten(“Pflegepläne”, wie sie in Berlin angewandt und die privatwirtschaftliche Methode der Amsterdamer scheinen hier am vorteilhaftesten), Bewohner der Bunten Reihe mit den Bewohnern und Besitzern der vergleichbaren Siedlungen Berlins zusammenzuführen, sowie mit den Fachkräften, die jenen Häusern das neue Leben einhauchten
    • ein Bestandsuntersuchungsplan der Bunten Reihe als eines Pilotvorhabens des “insterJAHRes” sei zu erarbeiten
    • eine Ausstellung und Vorträge zu den bereits verwirklichten Maßnahmen gleicher Art, und den Erfahrungen, die die Teilnehmer aus ihnen trugen, seien abzuhalten
    • Vollbracht:

      • Kolloquium und Ausstellungen, Einsatzplan und Abschlußdeklaration
      • Sorgen und Nöte der Altbaupflege in Nordostpreußen sind präsentiert und besprochen worden, Vergleiche mit westeuropäischen Fällen aufgestellt
      • einstimmig war man der Meinung, Insterburg zu einem Testfeld der nach westlicher Praxis gängiger und nach russischem Recht erlaubter, jedoch niemals erprobter Methode der Denkmalpflege vermittels beauftragter nichtstaatlicher Fachbüros, sowie der Übergabe der Denkmalaufsicht an die in demselben Denkmal wohnenden Eigentümer
      • Bewohner der Bunten Reihe in der Gründung einer Genossenschaft der Hausbesitzer unterstützt, was jüngst auch Früchte getragen habe
      • teilnehmende wie nichtteilnehmende Architekten und Ingebieure sind bereit, ein Kuratorium der Bunten Reihe zu gründen, und die Arbeiten darin mit ihren Erfahrungen und Räten zu stützen

      Nicht vollbracht:

      • die auf rein privatwirtschaftlicher Basis gründende Erneuerungstaktik der “Stadtherstel Amsterdam” wurde nicht hinreichend klar präsentiert
      • die Aufstellung der “Denkmalpflegepläne” bleibt unklar, wo der Vortragende bis dato keinen Text abgegeben habe
      • die Ausstellung der Architektenarbeiten am baulichen Erbe, die nach dem Ende des Kolloquiums auf die Burg wanderte, wurde von den insterburgern so gut wie nicht beachtet; überhaupt sei es nicht gelungen, Bewohner mit den Experten zusammen zu bekommen, denn die einzigen Insterburger im Saal waren entweder jene, die selber Vorträge hielten, oder aber die Amtsmänner und -frauen — diese zeigten übrigens ein überaus lebhaftes Interesse am Thema
      • ein Treffen der Bewohner der Insterburger Siedlungen mit denen der Berliner Siedlungen fand  aus Mangel an Berlinern nicht statt

      Bleibt zu tun:

      • ein Expertenkuratorium (vorerst) der Bunten Reihe sei zu gründen
      • Kontakte insbesondere mit der Hufeisensiedlung und der Tuschkastensiedlung zu Berlin seien aufzubauen
      • weitere Vorträge zu den Praxisfragen der Erneuerung der Berliner Baudenkmäler des 20. Jahrhunderts seien zu planen

        Geplant:

        • eine Sommerpraxis für Studenten der Architektur- und Restaurierungskurse
        • ein Aufmaß und Schadenskartierung, sowie Bestandsanalyse der Bunten Reihe als des Pilotobjektes
        • Pilotbauten den Studenten als Thema für weitere entwurfliche Bearbeitung im Semester anbieten
        • Zusammenarbeit und gegenseitiges Lernen der Praxisstudenten und der Handwerksgesellen am selben Bau

          Vollbracht:

          • ein Zweimonatspraktikum mit Bravour bestanden, alle Bauten und alle Räume aufgenessen
          • ein erster Entwurf der Wiederherstellung der Bunten Reihe in ihrer alten Buntheit aufgestellt, ein 3D-Modell der Siedlung konstruiert
          • von der Kasaner Bauhichschule das Interesse an weiterer Ausarbeitung der Rekonstruktion der Bunten Reihe vernommen
          • das studentische Entwurf an mehreren Ausstellungen gezeigt: beim “Insterfest”, dem Stadtfest, in den Räumen der Stadtverwaltung und der Burg, beim “Archfest” in Königsberg

          Nicht vollbracht:

          • typologische Analyse aufgemessener Bauten und ihrer Fassaden
          • Dokumentation historischer Ausbauten in den Wohnungen; die zahlreichen Photos der Interieure leisten hierzu keinen Ersatz
          • die Bewohner waren für den Aufmaß oder die Teilnahme an der Wiederherstellung nicht zu begeistern gewesen
          • wo die Werkstätten nicht eröffnetm, fand die Kooperation der beiden Lernwege nicht statt
          • weitere Hochschulen außer Kasan konnten für die Zusammenarbeit nicht erwärmt werden

            Bleibt zu tun:

            • eine Abschlußpräsentation in der Kasander Bauhochschule und in Berlin(in Vorbereitung)
            • Detaildokumentation sei abzuschließen und teilweise zu wiederholen, die Typenanalyse zu führen und einer jeden Wohnung und Fassade ihre Typenensprechung aufzuweisen
            • eine Internetdatenbank solle alle diese Daten rund um die Uhr bereithalten
            • langfristige Partnerschaft mit der Hochschule verfassen
            • wiederolte Einladungen an die Hochschulen des In- und Auslandes, ihre Sommerpraktika in Insterburg abzuhalten, mit dem Ziel, in der Stadt ein kooperatives Praxiszentrum mehrerer Hochschulen zu etablieren
            • auf der Grundlage der Aufmaße einen vollständigen Entwurf der Restaurierung oder behutsamer Erneuerung der Bunten Reihe aufstellen, wobei die Bauhochschul-Studenten die Entwerfer und die Werkstatt-Gesellen die Ausführer sein sollten
            • aus Erfahrungen der ersten Sommerpraxis neue Aufgaben fürs kommende Jahr erarbeiten — z.B. den Aufmaß des Rundlokschuppens

              Geplant:

              • eine sommerliche Kunstschule, Seminar moderner Kunst auf der Burg Insterburg

              Vollbracht:

              • “Insterfest” mit gewohntem Erfolg durchgeführt

              Bleibt zu tun:

              • wiederholen

                Geplant:

                • eine Sommerpraxis der Landschaftsarchitektur-Studenten
                • Analyse des Grünbestandes der Stadt Insterburg
                • Bestimmung der sofort anzugehenden Reparatirmaßnahmen, insbesondere solcher, die anzulernende Kräfte durchzuführen vermögen
                • einst berühmte und nun verfallene Parks der Stadt den Hochschulen als Semesterthemen anbieten

                  Vollbracht:

                  • ein Feldseminar der St.Petersburger Landschaftsschule Beltine abgehalten
                  • Ideen für den Tschernjachowskiplatz, den Alten Markt, die Bürgersteige der Bahnhofs- und der Kasernenstraße, sowie die Hofzufahrten der Bahnhofsstraße vorgestellt
                  • die Idee eines Frieda-Jung-Gedächtnis-Poesieparks wo einst ein Hauptfiedhof Insterburgs und der Dichterin Grab lagen gewinnt immer mehr an Unterstützung; sie wird nunmehr von den Studenten der Universität St.Petersburg als Übungsthema bearbeitet
                  • Wand bei der Burgeinfahrt nach einem Vorschlag aus dem Seminar bemalt

                  Nicht vollbracht:

                  • keine einzige Hochschule zeigte sich interessiert
                  • Bürger zeigten sich gewohnt reserviert, und auch die abgesandten Pädagogikim-Sudenten drückten sich vor Teilnahme. Heiß begehrt war hingegen der Seminarleiterinnen-Rat bei der Lösung privater Gartenfragen einzelner Bürger

                  Bleibt zu tun:

                  • wiederholte Einladung an die Hochschulen, Gründung von Jugend(garten)bauhütten nach deutschem Vorbild
                  • Analyse des Baumbestandes des Stadtparks, der Bleiche und des kommenden Frieda-Jung-Parks; erste Ausholzungen
                  • Schließung der Hausfronten der Bahnhofsstraße oder einer anderen dazu bestimmten Pilotstraße mittels vorgeschlagenen Torblätter
                  • fortgesetzte Forschungen zur Geschichte der Gärten und der Parks, in den Archiven und im Felde
                  • Ausloten der Neugründung eines städtischen Grünflächenamtes und seiner Baum- und Pfanzenschule

                  Geplant:

                  • Feldseminar “Lokalisierung” der National-TU Minsk (Weißrußland), um in Insterburg den Thesen nachzugehen:

                  1. Wird die Architektur besser, wenn man die Energiemenge begrenzt, die zur Unwandlung der Landschaft angewandt werden darf?
                  2. Trage moderne Architektur im Rahmen solcher Beschränkungen etwa Züge lokaler Kultur?
                  3. Bereichere die so entstandene Architektur lokale Kulturcodes oder nicht?

                  Vollbracht:

                  • ein Feldseminar gemischten Inhalts und Teilnehmerkreise abgehalten
                  • städtebauliche Analyse brachte Erkenntnisse über Risse und Brüche im baulichen Gewebe zutage, aber auch jene Funktionalgruppen, die imstande wären, diese Brüche zu kitten, momentan aber in der Stadt nicht präsent seien
                  • soziale Analyse benannte jene Aktive, die als Reformer des Stadtraumes auftreten können
                  • Schwerpunktanalyse fand einen kommenden Dreh- und Angelpunkt der “insterJAHRe”, das ehemalige Bahndepot, und legte einen ersten Entwurf zur Umgestaltung des Rundlokschuppens auf den Tisch

                    Nicht vollbracht:

                    • viel zu wenige Lokalgruppen folgten dem Seminaraufruf, unter den Ferngebliebenen waten auch solche Kolosse wie die Pferdesportler

                    Bleibt zu tun:

                    • die Arbeit mit den Stadtaktiven vertiefen und den angefangenen Aktionsstadtplan so ausbauen
                    • anhand der ermittelten Kräfte und Potentiale die Rolle der Stadt im Kreise und darüber hinaus präzisieren und dabei sowohl die SESAM010, als auch die FNP-Angaben des Urbanistik-Instituts einfließen lassen; erste Umgestaltungen in den Kernpunkten
                    • eingehende Untersuchung des Rundschuppens nach dem Muster der Bunten Reihe, denn dieses Depot ist auch ein Kernpunkt im obigen Sinne; Konsrevierungs seiner mit der Hilfe der Praktikumsstudenten und der Werkstattler; Umgestaltung des Depots für die ihm angedachte Nutzung und Unterschutzstellung seiner

                      Geplant:

                      • regionales Treffen junger Architekten (SESAM), wo Teilnehmer aus jenen Ländern zusammenkämen, die einst schon ihre Spuren in Ostpreußen hinterließen
                      • Stadtarchitekten und Stadtplaner, Stadtbauhistoriker und Stadtaktionisten als Vortragende einladen
                      • vor Beginn der eigentlichen Projektarbeit Ostpreußen in historischen Grenzen bereisen
                      • neue Bauanwaltschaften in der Tradition von 1915-16: damals gelang es, binnen kürzester Frist ein Wesen einer jeden zerstörten Stadt zu ergründen — schaffe man es  auch erneut?

                        Vollbracht:

                        • das erste SESAM-Treffen Rußlands fand statt
                        • zwecks besserer Koordinierung durchaus verschiedener Entwicklungsstärken der Stadt eine Rayonierung vorgeschlagen, jeweils nach dem charaktervollem Wesen einer jeden Nachbarschaftsgruppe. Die nach diesem Pprinzip gemachten Vorschläge paßten mit traumwandlerischer Sicherheit in die Aktionsbereiche der “Lokalisierung”
                        • erste Prototypen des Hinweis- und Leitsystems der Stadt auf die Wände gebracht
                        • zwei prototypische Kinder-Jugend-Erwachsene-Rentner-Erholungsplätze angelegt
                        • als einzigem Projekt des “insterJAHRes” hatte SESAM Erfolg in der Heranziehung der örtlichen Studnetenschaft ans Werk
                        • die Ergebnisse wurden und werden zu Insterburg (Stadtfest, Konferenz)und Moskau gezeigt (Bund der Architekten)

                        Nicht vollbracht:

                        • weder Stadtplaner, noch deutsche Studenten folgten der Einladung; aus dem Urbanistik-Instituts, dem Autor des FN-Planes der Stadt, sollte eine Teilnehmerin mit einem Vortrag kommen, doch tat es nicht

                        Bleibt zu tun:

                        • Planungsabgleich der “Lokalisierung” und des SESAM und Übernahme geeigneter Abschnitte in die zu beschließenden Ortsstatute
                        • Ausbau des Leitsystems
                        • Evaluierung der vorgeschlagenen Erholungsplätze, Ausbesserung und Verbreitung

                        Geplant:

                        • Abschluß der Saison mit der Burgkonferenz, zugleich Beginn der Vorbereitung fürs nächste Jahr

                        Vollbracht:

                        • die Konferenz und der Runde Tisch, der ihr voranging, waren unmißverständlich: auf ein Ideen-”insterJAHR” solle ein Taten-”insterJAHR” folgen


                          Im “insterJAHR” entstand eine eigene Herangehendweise an die Frage der Erneuerung des historischen Erbes:

                          • erst ein Runder Tisch der Fachplaner, zur Begriffsfassung und Aufgabenstellung
                          • dann die Entwurfsfindung und Ausarbeitung der Ideen
                          • Raumdenken statt Objektdenken, dazu Seminare in der Landschafts- und Raumplanung
                          • Progressor-Treffen, die Ideen zur Neunutzung der Brachen und Resträume bringen und aus denen starke Funktionalgestalten formen, die einer neuen Stadtebene die Grundlage sind.

                          Dieses Schema ist nur ein Gerüst, auf dem in jeweils eigener Weise Bilder und Lösungen zum jeweiligen Kontext, besonderen Eigenarten und Potentialen zur Geltung kommen.

                          Ein Schema und eine Übersicht… doch was gab das erste “insterJAHR” dem Mann auf der Straße — und dem Mann am Bildschirm?

                          Saget es hier!

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