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Zur bunten Taut-Fahne

Von: 12inster_admin34534

Im Jahre 1912 legte der Berliner Bau- und Sparverein im fernen südöstlichen Vortort den Grundstein für eine Gartenstadtsiedlung, die an die 7000 seiner Mitglieder ein Dach über dem Kopf und Selbstversorgung sichern sollte. Gebaut wurde nur ein Bruchteil dessen, und doch etwas ganz Großes: Zuhause statt bloßer Behausung, neues Leben und nicht zuletzt neue Architektur ungeschmückter farbiger Wände — die “Tuschkastensiedlung” in Berlin-Falkenberg ist vorbildhaft als ein Beispiel gesellschaftlichen Wohnens und ein gebautes Manifest des Bunten Bauens, zu dem ihr Autor, der Architekt Bruno Taut, erst im Revolutionsjahr 1919 aufrief.

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Stadtbaugeschichte Ostpreußens

Von: 12inster_admin34534

Deutscher Städtebau im Osten blickt auf über sieben Jahrhunderte Geschichte zurück — man konnte meinen, daß auch die Bücherliste zum Thema hunderte Titeln zählen sollte, und daß bereits ein jedes Flecklein und jedes Ganze mit bekannter Gründlichkeit aufgearbeitet seien… Weit gefehlt! Die Bibliotheksregale verblüffen durch gespenstische Leere, allerdings nicht ohne Grund.

Bis in die letzten Jahre des 19. Jahrhunderts gab es niemanden in der Provinz, der dieses Thema hätte erforschen können.
Kaum begonnen, brachen die Forschungen im Geschützdonner des Ersten Weltkrieges zusammen.
In der Weimarer Zeit wiederaufgenommen, bekamen sie im Dritten Reich einen zeittypischen Einschlag.
Nach dem Zweiten Weltkrieg konnte man endlich die eine oder andere Doktorarbeit endlich abschließen — doch wollte sie keiner mehr lesen. Die Heimatarbeit der Vertriebenen wurde von der amtlichen Wissenschaft geflissentlich ignoriert, wenn sie nicht gar, wie in Polen oder der Sowjetunion, aus politischen Einstellungen gänzlich unter Verbot fiel. Dessen nicht genug, waren deren eigene Forschungen durch Archivverlust nahezu unmöglich.
Erst in den letzten Jahren bemühe man sich, das zerrissene Forschungstuch wieder zusammenzufügen, besonders verdienstvoll sind hier die Arbeiten Anatol Bachtins und Irina Belitzewas, ferner die polnischen Veröffentlichungen.

Die vorliegende kurze Übersicht des ostpreußischen Städtebaues von der Landnahme bis 1945 stellte Dimitri Suchin, Projektbeauftragter des “insterJAHRes” anhand deutscher und russischer Quellen zusammen. Im Druck soll sie in 2011 zu Königsberg erscheinen. Es wäre zu hoffen, daß dieser Text (nur auf Russisch) weitere Interessierte anziehe, die ihn kritisieren und weiterführen mögen.

Auf der Grundlage seiner wurden während des “insterJAHRes-2010″ mehrere Einführungs- und Kolloquien-Vorträge gehalten.

Erstes Jahr

Von: 12inster_admin34534

Mit der Sitzung der Geschichtskonferenz vom 10. Oktober 2010 ist das erste “insterJAHR” offiziell Geschichte.
Zeit und Anlaß also, Bilanzen zu ziehen, das Erreichte mit dem Geplanten abzugleichen und neue Pläne aufzustellen…

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Baunetzwoche#180: Scharoun in Ostpreußen

Von: 12inster_admin34534

Beinahe die ganze Ausgabe der führenden deutschen Architektur-Umschau “BaunetzWoche” widmet Benedikt Hotze seiner Fahrt nach Insterburg und dem “insterJAHR”-Kolloquium. Neben den scharfen Reise- und Personennotizen ist vor allem seine Einschätzung der Stellung der Bunten Reihe für sich, in Scharouns Oeuvre, und als Testobjekt der Wiederherstellung besonders lesenswert.

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«Zustand der Baudenkmäler in Nordostpreußen: eine Abschätzung»

Von: 12inster_admin34534

“Erfahrungsbericht des Architekten und Bundeskoordinators, Präsentation des Programms zur Restaurierung und Neunutzung der Architekturdenkmäler” ein Vortrag des Architekten-Restaurators Alexander Epifanows, für das Kolloquium vorbereitet aber nicht vorgetragen.

I. Allgemeines

Das kulturhistorische Erbe von Ostpreußen, welches heute den westlichsten Teil Rußlands unter dem Namen der Region Kaliningrad bildet, war und ist ein integraler Bestandteil der europäischen und deutschen Kultur. Eine vollständige Auslistung hiesiger Philosophen, Schriftsteller und Dichter können wir uns ersparen, man denke nur an Immanuel Kant, Johann Herder, E. T. A. Hoffmann, Simon Dach, Agnes Miegel, Johannes Bobrowski usw.
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