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September 2018
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5 Ebenen im 1. Bezirk von MAP’Studio

Von: 12inster_admin34534

Der Stadtplan des Zentralbezirkes von Insterburg habe sich mit der Zeit kaum gewandelt, und ist irgendwo ein Haus abgängig, so traten fast überall neue an ihre Stelle: heiße dies etwa, daß auch die Zeichenhaftigkeit des Stadtraumes die gleiche geblieben sei? Werde man nicht durch die schnittige Straßenlinien getäuscht?

Lebhaft trotten die Fußwege kreuz und quer die Stadtflächen wie die kleinen Bäche einer mächtigen Flußdelta.

Die vorderste Aufgabe soll es sein, das Stadtgewebe zu verdichten, in der einen oder anderen Form die gewesenen Altstadt-Vierteln am Alten Markt wiederauferstehen lassen, diese Teichseite des Platzes als einen Abschluß der Hauptstraße der Stadt ausbilden, denn momentan laufe die ins Leere aus… allerdings fange sie genauso im Leeren an, denn auch der Bahnhofsvorplatz ist ähnlich rand-und-bandlos wie der Markt.

Den Anfang und das Ende bestimmt, verbinde man sie mit einer neu aufgefassten Fußgängerachse:

Sodann begleite man sie mit den Sekundärwegen, die in keiner Weise geringzuschätzen sind:

Schließlich entwickle man daraus ein abgestimmtes System öffentlicher Räume: gleich zugänglich, doch verschieden gewichtet.

So kommen qualifizierte Bauflächen des nächsten Bauabschnittes an den Stellen zusammen, wo sich einst auf Jahre gesichts- und adresslose Flächen breiteten und auf Bauherren warteten

Die Fassaden geschaffen, forme man die neu gestimmten Höfe:

Vom Großen ins Kleine schritten wir die fünf Stufen des städtischen Raumes ab:

Begehen wir sie erneut, nunmal (stadt)räumlich betrachtend: egal wie Fassaden und Stile sich ändern mögen, sorgen die abgestimmten Luftmasen der Straßen und Plätze für eine Permanenz des Stadtganzen. Angewandt werden dieFaltung (flexible öffentliche Landschaft), das Portal (durch abrupten Schritt von einem öffentlichen Raum ins andere wandele sich die Auffassung des Betrachters), die verdeckte Linie (Ausarbeitung von Knoten in der Lanschaft, die den Bürgerwegen und -Portalen als Erkennungsmarken dienen, oder auch nur “durchschaut” werden).

  1. Hof, Balkon, Terrasse: flexible Faltungen der Landschaft bilden den Hofraum, den nur der Bewohner nutzt

  2. Nachbarschaft: ein Netzwerk der Verbindungsräume zwischen zwei Höfen, den Berwohnern von beiden zugänglich

  3. Grünanlage oder Pocket Park: öffentlicher Raum abseits der Transitwege

  4. Transitanlage: öffentlicher Korridor, Portal und Kurzschluß des städtischen Gewebe

  5. Platz: öffentlicher Raum par exellence

Erst wenn von solchen Begleiträumen umgeben komme der Generalbebauungsplan der Stadt und die Stadtkrone vom Hauptplatz zu einer ihrer würdigen Geltung!


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