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Erneuerung des Bahnhofsplatzes

Von: 12inster_admin34534

Nicht Bauten alleine und auch nicht die Wege zwischen ihnen bestimmen den Antlitz der modernen Stadt, postulieren Gusel Minichanowa, Xenia Pusakowa und Elena Titowa unter Anleitung Alexander Popadins — es sind die Erholungsbereiche, die die Stadt aus der gleichartigen Masse hervorheben, ihr nebst der Architektur das besondere Etwas verleihen.

Insterburg kennt mehrere davon, etwa die Grünanlage am Reiterstandbild Barclay-de-Tolly, wo sich die Skater tummeln, oder den Alten Markt mit den Jugendaktiven, die Anlagen an der Bierfreundstraße, von den anderen Gruppen favorisiert, die Durchgangsbereiche an der Mündung Belowstraße und die Älteren-Bänke am Kulturhaus…

Am Tschernjachowski-Platz feiert die Stadt ihre Feste. Im Anschluß daran, der Bahnhofsplatz: grün von der Gestalt und Durchgang von der Funktion. Diese klare Beschreibung mache den Platz zu etwas Besonderem, doch auch dieses ist kaum ausgearbeitet — hier nahm die Studentarbeit ihren Anfang.

vom Bahnhof an: sowjetisch, unwirtlich, sinnlos, öde, kalt, richtungslos, leer, einsam, eingezwängt, en passant

Struktur

Aus der Vor-Ort-Untersuchung ergab sich eine neue Grünzonung, mit einem eher ruhigeren Bereich am Bahnhof und eher unruhigeren an der Stadtseite. Dazwischen die Mittelzone, wo sich der Fahrgast Informationen hole über die Stadt, in der er ausstieg. Daraus die Dreiteilung:

  1. Einordnung und Rast (ruhig)
  2. Information und Überlegung (neutral)
  3. Beschlußfassung (laut)

Anfang wie Ende sind fürs Ausruhen bestimmt, die Mitte für die Information. Die Umsetzung soll stufenweise erfolgen.

Szenarien

Die meisten Platzbesucher sind auf Durchgang, 80% von ihnen fahren mit den PKW an und ab, ohne auch nur einen Fuß auf die eigentliche Platzanlage zu setzen. Den verbleibenden 20% der Reisenden sind die Städter zur Seite zu stellen, die nebenan arbeitende Bevölkerung, die Nachbareltern mit ihren Kindern.

1. «Bunte Provinz»

Der Gedanke, kleine Provinzstädte mittels Farben zu verbinden, findet nach diesem Szenario in der Gestaltung der Grünanlage seine Entsprechung: hier wird der Ausgangspunkt für nahe und ferne bunte Pfade sein, die Abreisenden, die Ankommenden und die Zuhausebleibenden gleichermaßen ansprechend.
Farbenfrohe Bänke, bunte Bänder am Grünrand, passende Informationstafeln werden auf die jeweils eigene Art von den Nachbarstädten berichten.

2. «Freiluft-Bahnmuseum»

Heute schon stehen zwei Dampfloks als Denkmäler etwas abseits des Bahnhofes — sie und andere Spolien sollten auf den Platz gebracht, dem Publikum dargeboten werden. Mit der Zeit wird eine Art Freiluftausstellung zu Bahnthemen daraus, eingebettet ins öffentliche Grün.

3. «Platz der Sonnenblumenkerne»

Sonnenblumenkerne sind Rußlands Kommunikationsmittel und Freizeitvertrieb Nummer 1 — seltsam, daß noch keine öffentliche Anlage sie zu thematisieren vesuchte. Warum nicht den Versuch wagen?

Kommentare (2) zum Eintrag “Erneuerung des Bahnhofsplatzes”

  1. "Rußland 1" 06.08.2012 23:03

  2. Administrator 20.08.2012 18:04

    Schade, daß die letzten beiden Szenarien Skizzen geblieben sind: die dort genannten Gedanken sind sicher verfolgendswert. Doch bevor man sich an diese schmackhafte Aufage stürze, sollte kurz innegehalten werden — eine andere Frage habe Vorrang: warum namentlich ist der jetzige Bahnhofsvorplatz so menschenleer?
    Es reiche nicht, dies als Tatsache hinzunehmen und patente Stadtverschönerungen vorzuschlagen — auch beste Blumenrabatte versagen, wenn der wahre Grund des offensichtlichen Mangels nicht angegangen werde

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