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Rundschuppen, ein Haus für Konzert und Herberge

Von: 12inster_admin34534

Barbara Lebedewa (Nischnij-Nowgorod Staatsuniversität für Architektur und Bauwesen) unter Leitung von Georg Saborskij sieht eine Multifunktionshalle unterm Kuppeldach entstehen, fit für Vorträge und Konzerte, sowie auch fürs Beherbergen des Nachts.

Bestand:

Entwurf:

Inmitten unverändert belassener Altmauern entsteht unter dem Kuppelrund ein Vortragssaal der 600; wo einst die Drehscheibe (und unter Mitnutzung ihrer Reste) — ein Podium (64 m2). Die Ränge gliedern sich nach dem Säulengang und sind mobil aufgebaut: gleiten vor und zurück, dem jeweiligen Raumbedarf und geförderten Anzahl der Sitze entsprechend, machen den Haus-in-Haus-Pavillons Platz. Die letzteren ermöglichen den Betrieb der unbeheizten und unheizbaren Halle das ganze Jahr über, ohne die geschützen Konstruktionen und die Gestalt zu beeinträchtigen. Des Sommers können dieselben Pavillons (35 m2 bis 496 m2 groß) auf dem Vorplatz aufgestellt werden.

blaue Felder deuten auf mögliche Innenpavillons hinWinterzelt wickelt die Säulen ein und ist gut beheizbar

Die Kleinpavillons sind als geschlossene Membrankonstruktionen gedacht, die Großlösung hingegen als ein gedämmtes zirkusartiges Winterzelt. Wenn ungenutzt, lagern die Bauelemente in den bestehenden Nebenräumen des äußeren Rings. Unverschiebliche Sonderräume, Besprechungszimmern, Schneidewerkstätten und auch Versorgungsräume (WCs, Schalttafeln) sind neben ihnen untergebracht.

Der Hauptzugang erfolgt über den bestehenden Bogen an der Ludendorffstr. (№1), der Nebenzugang — von der Bahnseite über den dortigen Einfahrtsbogen. Der Rettungsweg ist mit №2 angegeben.
Außenring (grau), Nebenräume; Einbauten (dunkelgrau), Besprechungsräume (oben), Tanz- und Musikstudios (unten);
Halle: orange, Verkehrsflächen; gelb, Bühne; grün, Ränge
Haupteingang unten (№1), Nebeneingang rechts (bahnseitig), Rettungsweg links (№2)

Zwischen oder nach den Konzerten wird das Rund zur einer Jugendherberge mit 90 Schlafplätzen.

Außenring (grau), Sanitär und Duschen; Halle (orange), Doppelstockpritschen; Ränge (grün), Unterstellpritschen

Gesonderte Räume und Dienste sind nicht vorgesehen, dem Nachtgast wird eine Pritsche und zwei Sanitärbereiche (Duschen, WCs) bereitgestellt. Schlafsäcke bringe jeder mit.

Ein Teil der Pritschen breitet sich unter den Rängen aus (20 Plätze), während ein anderes in zwei Höhenlagen von der Rundwand herabgelassen wird (48 Plätze) — tagsüber hochgeklappt, hindern sie die Saalbenutzung nicht.

Eine solche Umnutzung ist ausgesprochen sparsam, von Außen bleibt der Bau gar gleich, und nur die verschlissene oder in Verfall gekommenen Bauteile werden materialgerecht ersetzt: keine Wandverschiebung, keine aufwendige Saalheizung, und die unabkömmliche Restaurierung läuft mit der Nutzung einher. Zimmer- und Pavillontemperierung nur bei Bedarf und nur dort, wo tatsächich vonnörten.

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