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December 2019
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5 Ebenen und 8 Bezirke von MAP’Studio

Von: 12inster_admin34534

“Wir glauben, daß ein verfaßtes Entwicklungsszenario das Leben der Stadt prägen könne.
Wir wollen eine moderne Stadt, ohne Alt-Insterburg zu verlieren”

schrieben die Leiter der “MAP’Studio”-Werkstatt, noch bevor sie zum SESAM-Treffen in die Stadt kamen. Angekommen, gingen sie in die Stadt hinaus und suchten Gespräch mit den Bewohnern: was denken sie von der Stadt, in der sie leben?

  • die Burgruinen sollte man wiederaufbauen; solcherlei sah ich nirgends mehr
  • einst gab es Boote auf dem Teich
  • hier im Zentrum gebe es Cafés mit Spielecken
  • schön grün ist die Stadt
  • in den letzten fünf Jahren kamen viele Kinder auf die Welt hier, und das stimme einen froh
  • Filme mag ich sehr und bin dabei nicht alleine: vielleicht hätte ein Kino gute Chancen hier
  • eine schöne Stadt haben wir um uns
  • wegziegen? und wohin?
  • einst sagte ein Bürgermeister, die Bürger machen ein glückliches Land, und nicht etwa andersum.
  • “Was du nicht allein vermagst, dazu verbinde dich mit anderen, die das Gleiche wollen”
  • in den 10 Jahren baute man vielleicht 3-4 Häuser neu
  • Hauptsache man zerstöre das Altdeutsche nicht
  • schöne Kiefern haben wir auch
  • Kinder? sie gehen zur Schule
  • deutsche Plätze angeln wir
  • haben einen Stammplatz
  • bin schon zur Rente
  • zur Erholung fahren wir ans Meer, an die Nehrung etwa, wenn es warm wird

Eine ernüchternde Bilanz… oder eine ermunternde, je nach dem:

vorhanden

fehlt
  • Schlachthof und Fleischverarbeitung
  • Distillerei
  • Gestüt
  • Kasernen
  • Lager
  • Netzwerk öffentlicher Räume
  • abgeschlossene Privaträume (Höfe)
  • klares Stadtzentrum (Hauptplatz)
  • stadtbildprägende Kräfte
  • Leitsystem
Voraussetzungen Gegenanzeigen
  • für den Geschichtstourismus (bis zu 70% erhaltener Altbausubstanz)
  • für den Sport, z.B. am Stadion oder am gemäßigt schnellen Fluß
  • Bezirke zersplittert
  • alles konzentriere sich auf die Zentralbereiche
  • Kulturerbe verfällt
  • öffentliche Leben und Versorgung im Abbau begriffen

Öffentliche Räume der heutigen Stadt fließen ungeordnet ineinander über, sodaß man nichteinmal erkenne, wo der eigene Hof aufhöre und des Nachbars beginne, geschweige denn was die beiden von der Hauptstraße trenne. Die Zuständigkeiten sind genauso verwischt. Geboten wäre es, die Gegenstände beim Namen zu nennen und ihr Zusammenspiel zu richten: wie verhalten sich Plätze und Anlagen zueinander, Passagen und Rückzugszonen, geschlossene Hofanlagen und Balkone, die sich zu diesen Höfen öffnen. Ähnliches sollte auch auf der nächst höheren Ebene angestrebt werden: die natürlich gewachsenen Nachbarschaften oder Bezirke sollten kartiert und beim Namen genannt werden, ihre Profile bestimmt und geschärft, ihre Zentren mit denjenigen der Nachbarbezirke verknüpft, aber auch mit dem gesamtstädtischen Zentrum.

Der Alte Markt sollte wieder zum Hauptzentrum werden und die diese Rolle notgedrungen erfüllende Bahnhofstraße ablösen. Die Lücken der Platzumbauung schließen neue Funktionen, vom Bildungszentrum bis zur Versorgungs- und Erholungseinrichtungen und auch kleineren und mittleren Handwerksbetrieben.

Eine eigene Rolle werden die Wasser- und Sportzentren spielen: neue Tourismusrouten, zu Roß, zu Wasser oder zu Rad; ferner die Entwicklung der Wasserwege gen Königsberg und Gumbinnen, die Einführung eines stadtweiten Leitsystems und eines Netzes von Informationsstellen.

Am Ende standen acht Bezirke auf der Karte, punktiert umgrenzt, mit kreismarkierten Bezirkszentren und vor allem mit den unverwechselbaren Schlüsselbegriffen:

Königsberger Bezirk:

Hafenbezirk:

Bahnbezirk:

Stadion-Bezirk:

Campus-Bezirk:

Gartenbezirk und Sprindt:

Und schließlich der Zentralbezirk.

Zusammen machen sie eine ganze Stadt Insterburg aus!

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