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Georgenburger Zentrum für lebendige Geschichte

Von: 12inster_admin34534

Alexej Jalowoj, ein Georgenburger Schmied und Vorsitzender des Zentrums für lebendige Geschichte und Geschichtsrekonstruktion “Die Bären des Nordens” präsentiert das Vorhaben zur Gründung eines solchen Zentrums lebendiger Geschichte auf der Burg Georgenburg.


Eine sechshundertjährige Burg, verfallen und abgeschrieben, ist an die russisch-orthodoxe Kirche übereignet worden. Die Geistlichen haben dieselben Ziele wie auch der Verein, die Parteien agieren gemeinsam im Felde der Jugend-Sozialarbeit: es gelte, neues Leben ins alte Gemäuer einziehen zu lassen.

Dieses neue Leben kann die “durchlebte Geschichte” sein, auch “experimentelle Archäologie” genannt: mit eigenen Augen werden die Besucher sehen, wie der mittelalterliche Handwerker wirkte, mit eigenen Händen werden sie das eine oder das andere erzeugen, etwa einen Nagel schmieden, einen Laib Brot backen, ein Tuch weben usw.

Seinen Hauptziel sieht das Zentrum für lebendige Geschichte in der Bildungs- und Erziehungs-Sozialarbeit an den Jugendlichen. Heute findet dies nach Jahresstufen getrennt statt: die Schüler gehen in die Kindergruppen, die jungen Erwachsenen in die Berufsschulen, doch wer kümmere sich um die Heranwachsenden? Diese seltsam verlorenen Jahrgänge wollen mit Spiel und Ernst vom Projekt aufgegriffen werden.

Zu diesem Zwecke sind auf der Georgenburg Handwerker-Werkstätten geplant. Sie sind bereits im Entstehen begriffen. Für die Jugendlichen werden sie die erste Begegnung mit dem Schmiedehandwerk sein, dem Schreinern, Töpfern, Lederern. Später wird es ihnen beim Eintritt in die Berufsbildung vom Nutzen sein.

Verschiedenste Jugendprogramme werden Bestandteil des Projektes sein. Schon jetzt habe man Erfahrungen mit den studentischen Freiwilligen-Lagern. Die Jugend werde von ihnen durchaus angesprochen, denn hier vereint sich die körperliche Arbeit mit dem Lernen.

Wir sind nicht gewinnorientiert und erwarten keine übermäßige Fremdfinanzierung; das Ziel sei es, ohne Zuschüsse auszukommen. Wie erreiche man dies?
Indem die Burg Bestandteil touristischer Routen werde, zum Ort für museale und Festspiel-Aktivitäten. Theater und Geschichtsrekonstruktionen sollten hier Platz finden, die Zuschauer nicht nur schauen, sondern umfassendes Wissen zur Burggeschichte vermittelt bekommen und selbste am Burgleben Teil nehmen… Just jenem Leben, welchen unser Zentrum für lebendige Geschichte entstehen lasse.


Erfolgreiche Projekte dieser Art sind uns bereits aus Deutschland, Frankreich oder Polen bekannt, doch in Rußland seien sie recht schwach vertreten. In Nordostpreußen wäre dies ein erstes.

Lasset uns das Leben bunter und spannender machen!

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