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May 2012
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Urban Heritage, Inc.

Von: Administrator

Im Jahre 1956 waren es ihrer drei, der Ablehner der vorherrschenden Stadterneuerungstendenz, der Abrißpläne für die “überkommene” Altstadt, der Durchlegung mehrspuriger Schnellstraßen und der Errichtung neuer Geschäftsstädte an ihrer statt. Geurt Brinkgreve, Six van Hillegom und Ruud Meischke; ein Literat, ein Bierbrauer und ein Retsaurator — was vermögen die sechs Hände? Eine Demo oder einen gescheiten Straßenkampf schultern sie nie, sie haben es auch nie versucht. Stattdessen gründeten sie einen Kreis, anfänglich noch namens- und formlos, erwarben das eine und andere dem Abriß geweihte Haus, restaurierten und vermieteten sie, kauften aus den Gewinnen ein weiteres, und wieder, und wieder…
Später, als in New York die Theorie der zerborstenen Glasscheiben die Runden machen, als in Paris La Defance zum wiederholten Male saniert wurde und als Westberlin die Innenstadt als Wohnort wiederentdeckte, als diese und manche andere den Sprung ins kalte Wasser der behutsamen Erneuerung machten und für dieses Risiko lautstark Unterstützung einforderten — da war die Dreier-Gruppe schon wesentlich weiter. Ohne viel Getös und auf rein privat-marktwirtschaftlicher steuerpflichtiger Gewinn-ausschüttender Basis haben sie in steter Arbeit weit mehr als einige hundert Häuser erneuert, ja wiederbelebt! Nach den anfänglichen “Trotzbauten”, zeichenhaften Vorhaben, die sich der Flächensanierung in die Wege stellten, gingen sie alsbald zu den Leuchtturmsbauten über, prominent gelegenen Vorbildern, die sowohl die Stadt als auch die Nachbarn zum weiteren Tun ermutigten. Mag so mancher heute auch behaupten, gemeinnützige öffentlich-private Partnerschaften seien nichts als Trug — hier wurden sie durchexirziert! Ganz nebenbei erarbeitete man auch handfeste Sanierungskenntnisse in der Planung und Umsetzung der typischen Altbauten, was sich umgehend auf die Solidität der Kostenanschläge auswirkte; lernte alte und neue Techniken unter einen Hut zu bekommen und diese Lehre weiterzugeben…

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Zur bunten Taut-Fahne

Von: Administrator

Im Jahre 1912 legte der Berliner Bau- und Sparverein im fernen südöstlichen Vortort den Grundstein für eine Gartenstadtsiedlung, die an die 7000 seiner Mitglieder ein Dach über dem Kopf und Selbstversorgung sichern sollte. Gebaut wurde nur ein Bruchteil dessen, und doch etwas ganz Großes: Zuhause statt bloßer Behausung, neues Leben und nicht zuletzt neue Architektur ungeschmückter farbiger Wände — die “Tuschkastensiedlung” in Berlin-Falkenberg ist vorbildhaft als ein Beispiel gesellschaftlichen Wohnens und ein gebautes Manifest des Bunten Bauens, zu dem ihr Autor, der Architekt Bruno Taut, erst im Revolutionsjahr 1919 aufrief.

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“Wir leben unseren Traum”

Von: Administrator

Von “Den Deutschen im Osten” schreibt die erste 2011-Ausgabe von “Der Spiegel | Geschichte”. Dabei bleibt der Bericht keineswegs bei den Deutschen nur — doch lieber überlassen wir Christian Neef das Wort:

“In Ostpreußens nördlichem, nunmehr russischem Teil scheint die Geschichte versunken – Moskau unternimmt vieles, sie vergessen zu machen. Doch in vielen Orten bewahren engagierte Bürger die Spuren der Deutschen.”


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“Insterburg—Scharoun—Berlin: Ein Puzzle fügt sich”

Von: Administrator

In der Dezemberausgabe der “Baukammer Berlin” bringt Wilfried Wolff auf fünf Seiten zusammen, was “insterJAHR-2010″ ausmachte: sein Juni-Kolloquium, die Hans-Scharpoun-Bauten der “Bunten Reihe”, die Vorgeschichte ihrer beiden, die Typik, die Vergleichsbeispiele; ferner die bescheidene Gegenwart der Bauten — mitsamt ihrer von den Kasaner Studenten vorgezeichneten wesentlich strahlenderen Zukunft.

Seine erste Begegnung mit Insterburg hatte Wilfried Wolff, seines Zeichens Vorsitzender des Ausschusses für Denkmalpflege der Berliner Baukammer, bereits vor seiner Ankunft in die Stadt, aber auch nach seiner Rückkehr vom Kolloquium war die Beziehung noch keineswegs zu Ende. Ihm ist es zu verdanken, daß die Baukammer die anfangenden Arbeiten an der “Bunten Reihe” unterstützt, wie es die Jahresplanung-2011 bald zeigen wird.

Das volle Programm des “insterJAHRes-2011″ erwartet Sie hier in Kürze: wir freuen uns auf Ihren erneuten Besuch!

Burglos?

Von: Administrator

Zum Schluß des “insterJAHRes”, die Jubelfanfaren noch nicht verklungen und die Hände noch wund vor soviel Schütteln, die Artikel noch nicht alle erschienen, da geschah etwas seltsames: die Burg Insterburg, Schauplatz von Vorträgen und Seminaren, von “Insterfest” und der Geschichtskonferenz, fand sich knapp vor einer Räumung wieder.

Das Beste daran: offensichtlich geschiehe es vor großem Eifer, die Kunst- und Geschichtsdenkmäler zu erretten — war es nicht die Burggemeinschaft, die durch ihre Arbeiten in all den Jahren justament erhielt?

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Veranstaltungen

26.05.2012 10:00

Festival der Stile, «Epoche. Musik. Kostüm». Präsentationen der Hobbyvereine usw. auf der Burg Insterburg

01.06.2012 10:00

Kinderfest auf der Burg Insterburg

07.06.2012 10:00

Sommerpraxis des 5. Semesters der Architekturfakultät der Bauuniversität Kasan, Fachrichtung «Restaurierung und Erneuerung vom baulichen Erbe». Auf den Straßen und Plätzen der Stadt.

23.06.2012 10:00

Kinderspielfest «Die Märchenburg», für Kinder von 2 bis 102 Jahre. Auf der Burg Insterburg

25.06.2012 10:00

Heimatkundliche Jugendwanderung «Menschenschicksal - Landesschicksal», auf dem Gebiet der Provinz. Erforschung und Markierung der Wanderpfade; Erweiterung der Burgsammlung, Treffen mit den Urbewohnern, Vorstellungen.

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